Großsanierung an der Uni Ulm: Modernisierung des Herzstücks beginnt
Ulm
Großsanierung an der Uni Ulm: Modernisierung des Herzstücks beginnt
Ab Sommer 2026 entstehen umfangreiche Ersatzflächen für das Gebäudekreuz O25 – Investitionen in Millionenhöhe geplant.
28.04.26 - aktualisiert:
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Aus den Siebzigern: : Das Gebäudekreuz O25 am Haupteingang Süd der Universität Ulm soll in den kommenden Jahren saniert werdenFoto: Elvira Eberhardt
Wer große Teile der Uni Ulm betritt, sieht es sofort. Sie ist in die Jahre gekommen. Deswegen steht ein wegweisendes Bauprojekt bevor: Das zentrale Gebäudekreuz O25 am Haupteingang Süd, Baujahr 1972, wird umfassend saniert. Da die Technik veraltet ist und die Infrastruktur nicht mehr modernen Standards entspricht, wird der Komplex bis auf den Rohbau entkernt und energetisch modernisiert. Ziel sind optimale Studien- und Arbeitsbedingungen sowie eine verbesserte Barrierefreiheit.
Ersatzflächen sichern den Lehrbetrieb: Damit Forschung und Lehre während der mehrjährigen Bauphase ungestört weiterlaufen können, werden ab Ende Juli 2026 zunächst Ersatzkapazitäten geschaffen: Revitalisierung N24: Der Forumsbereich in N24 wird für rund drei bis vier Millionen Euro modernisiert. Es entsteht ein Ersatz-Forum für bis zu 800 Personen, das für Messen, Konferenzen und moderne Lernflächen genutzt wird.
Der Hörsaal 4/5 ist einer der größten Hörsäle der Universität Ulm. Bevor die Sanierungsarbeiten an O25 beginnen, soll ein Ersatz-Hörsaalzentrum mit 400 Sitzplätzen fertiggestellt sein.Foto: Augsburger Allgemeine
Neues Hörsaalzentrum: Auf dem Parkplatz östlich der Bibliothek West ist ein 1.000 Quadratmeter großes, multifunktionales Ersatz-Hörsaalzentrum geplant. Das barrierefreie Gebäude kostet rund 14,4 Millionen Euro und bietet 400 Sitzplätze. Es ist auf eine Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgelegt, um auch künftige Sanierungen auf dem Campus abzufangen.
Start der Hauptmaßnahme voraussichtlich 2028. Sobald die Ausweichquartiere bezugsbereit sind, beginnt die Sanierung von O25. Durch optimierte Grundrisse sollen künftig Institute räumlich zusammengeführt und Flächen effizienter genutzt werden.
Die Federführung liegt bei „Vermögen und Bau Ulm“. Universitätspräsident Professor Michael Weber begrüßt die Investitionen des Landes Baden-Württemberg: „So werden wir noch attraktiver für Studierende, die von hochmodernen Lernumgebungen profitieren werden.“ Auch Dr. Diana Marquardt, Leiterin von Vermögen und Bau Ulm, betont die enge Zusammenarbeit, um die Maßnahmen nachhaltig und wirtschaftlich umzusetzen. Eine Berücksichtigung des Hauptprojekts im Landeshaushalt wird für 2027 angestrebt. (AZ)
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