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Kommentar: Schließung Sendener Bad: Das Herz blutet, aber es ist auch eine Chance

Kommentar

Schließung Sendener Bad: Das Herz blutet, aber es ist auch eine Chance

Carolin Lindner
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    Das See und Hallenbad in Senden macht erst mal nicht mehr auf.
    Das See und Hallenbad in Senden macht erst mal nicht mehr auf. Foto: Alexander Kaya

    Das Herz blutet bei dem Gedanken, das See- und Hallenbad in Senden könnte insgesamt ein Jahr lang geschlossen bleiben. So drückte es ein Stadtrat in der Sitzung am Dienstagabend aus. Aber kommunale Gremien dürfen eben nicht nur mit dem Herzen denken, so schwer es manchmal auch fällt. Und die Entscheidung zum vorläufigen Aus des Schwimmbads ist allen aus Verwaltung und Rat schwergefallen, das war in der Sitzung zu spüren. Aber es war – zum derzeitigen Informationsstand – die richtige Entscheidung.

    Öffnung des Bads wäre möglich gewesen

    Eine Öffnung wäre möglich, die Verwaltung hat sich einen Hygieneplan überlegt. Doch sie hätte einen hohen Preis – möglicherweise nicht nur in finanzieller Hinsicht. Nötig wären ungefähr 15 Angestellte pro Tag, weit mehr als es in „normalen“ Zeiten der Fall ist. Das Personal müsste stets Sorge tragen, dass sich kein Badegast einem anderen zu sehr annähert – bei mehreren Hundert Badenden eine uferlose Aufgabe. Dazu kommen hohe Hygienestandards. Wenn etwas passiert, ist die Kommune verantwortlich. Diesen Auflagen stehen weniger Badegäste gegenüber. All diese Wirtschaftszahlen hätten aber keinen Ausschlag gegeben, egal wie sehr die Stadt hätte draufzahlen müssen: Wenn es nur das wäre, würde das Bad geöffnet werden. Doch es geht auch um Sicherheit.

    Und eins ist sicher: Das Bad muss dringend saniert werden, irgendwann hätte man es deswegen sowieso zumindest teilweise zumachen müssen. Vielleicht wäre das erst im Herbst gewesen, vielleicht nächstes Jahr im Frühling. Nun ist es eben jetzt. Und jetzt ist in dem Fall nicht mal schlecht. Wer weiß schon, wie schnell sich die Regeln rund um Corona ändern? Zudem zählt das Finanzielle eben doch auch – Senden hat beileibe wenig Reserven auf der hohen Kante, dafür aber umso mehr kostenintensive Projekte auf der Liste. Es ist ein Jammer, aber es scheint sinnvoll, eine bereits halb verdorbene Saison für die Sanierung zu nutzen. Nächstes Jahr kann dann hoffentlich frisch saniert durchgestartet werden.

    Hier lesen Sie den Text zum Kommentar:

    Sommer ohne Freibad: Sendens Bad bleibt zu

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