Wie entwickelt sich unsere Landschaft? Wie lassen sich Siedlungsentwicklung und Naturschutz sinnvoll miteinander vereinbaren? Und welche Maßnahmen tragen dazu bei, Lebensräume zu erhalten oder sogar zu verbessern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Michael Angerer ab Juni für weitere fünf Jahre als ehrenamtlicher Naturschutzbeauftragter für den Stadtkreis Ulm. Seit 15 Jahren engagiert er sich schon in diesem besonderen Ehrenamt. Was motiviert ihn?
„Ich möchte mich für die Belange des Natur- und Artenschutzes einsetzen und im Spannungsfeld einer wachsenden Stadt Ulm hierzu gute Lösungsansätze beitragen“, erklärt Angerer. Auch möchte er bei Menschen ein Verständnis für Natur- und Artenschutz wecken und sie dafür begeistern, erzählt er. Sein Wirkungsbereich umfasst die Stadtteile Wiblingen, Gögglingen, Donaustetten und Unterweiler sowie zahlreiche Vorhaben rund um die Donau.
Naturschutzbeauftragte sind eine „zentrale Schnittstelle“
Naturschutzbeauftragte sorgen dafür, dass bei Bauprojekten, Maßnahmen und Planungen auch Natur und Landschaft berücksichtigt werden. Sie seien eine „zentrale Schnittstelle zwischen Fachwissen, Verwaltung und der praktischen Entwicklung der Stadt- und Naturräume“, erklärt die Stadt Ulm. Zwar treffen sie selbst keine Entscheidungen, beraten aber Behörden, etwa die untere Naturschutzbehörde, mit ihrem Fachwissen und prüfen mögliche Auswirkungen auf die Umwelt.
Als Diplom-Ingenieur für Landespflege habe Angerer einen „klaren Blick für ökologische Zusammenhänge und langjährige Verwaltungserfahrung“, erklärt die Stadt Ulm.
Angerer war viele Jahre Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung am Landratsamt Neu-Ulm. Neben ihm sind noch zwei weitere Naturschutzbeauftragte in Ulm ehrenamtlich tätig. Dabei wirkt ihr Engagement oft im Hintergrund, ist jedoch für eine sorgfältige Planung und einen wirksamen Naturschutz vor Ort von großer Bedeutung. (AZ)
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