Am Landgericht Ulm startet am kommenden Dienstag ein Prozess gegen einen 41-jährigen Mann, der eine Ulmer Firma um knapp 4,5 Millionen Euro geprellt haben soll. Rechtlich wird dem Angeklagten Untreue in 393 Fällen und Betrug in 66 Fällen vorgeworfen. Die Taten sollen in den Jahren 2024 und 2025 begangen worden sein.
Staatsanwaltschaft wirft Angeklagtem doppelte Abrechnungen bei Transportleistungen vor
Der Angeklagte war laut Staatsanwaltschaft faktischer Geschäftsführer einer Firma im Landkreis Biberach. Gleichzeitig war er bei einer Ulmer Firma in der Verwaltung angestellt. Dort war er unter anderem eigenverantwortlich für die Rechnungsprüfung und -freigabe von Transportdienstleistungen zuständig.
Als Geschäftsführer der im Landkreis Biberach ansässigen Firma soll er Rechnungen gegenüber der Ulmer Firma gestellt haben. Dabei soll er der Ulmer Firma Positionen doppelt in Rechnung gestellt und diese Rechnungen zum Teil selbst freigegeben haben. Zudem soll er Speditionsleistungen abgerechnet haben, die gar nicht erbracht wurden.
Insgesamt sollen sich die zu Unrecht geleisteten Zahlungen auf einen Gesamtbetrag von knapp 4,5 Millionen Euro belaufen. Sich selbst soll der Angeklagte dabei um gut zwei Millionen Euro bereichert haben. (AZ)
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