Vor allem, aber nicht nur für Radfahrende aus Richtung Ludwigsfeld dürfte diese Nachricht aus dem Neu-Ulmer Rathaus für Verdruss sorgen: Die Brücke über die Rasensenke nordöstlich des Glacisparks bleibt um einiges länger gesperrt als zunächst vorgesehen. Als Gründe gibt die Stadtverwaltung an, dass die festgestellten Schäden schlimmer sind als angenommen. Doch auch Ausführungsmängeln durch die beauftragte Firma spielen eine Rolle.
Seit September vergangenen Jahres wird die Fuß- und Radwegbrücke an der Caponniere saniert. An der Brücke gab es Belags- und Korrosionsschäden sowie Feuchteschäden an den Längsträgern aus Holz. Ursprünglich war geplant, dass die Arbeiten bis Ende vergangenen Jahres abgeschlossen werden können. Der einst vorhandene Holzbohlenbelag sollte durch einen rutschhemmenden und widerstandsfähigeren Belag aus Kunststoff ersetzt. Nach dem Rückbau der Längsträger habe sich allerdings gezeigt, dass die Korrosionsschäden am Bauwerk deutlich schlimmer waren, als angenommen, teilt die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Hierdurch komme es zu deutlichen Mehrarbeiten im Bereich des Korrosionsschutzes. Zudem müssten auch Bauteile aufgrund ihres schlechten Zustands komplett ausgetauscht werden, heißt es. Hinzu komme, dass es im Bauverlauf auch zu Ausführungsmängeln durch die beauftragte Fachfirma kam. „Die Beseitigung der Qualitätsmängel kostete zusätzlich Zeit. Die entstandenen Mehrkosten trägt die Firma“, heißt es aus dem Rathaus.
In Summe sollen sich die Sanierungsarbeiten um rund acht Wochen bis voraussichtlich Mitte Februar verzögern. Sofern die Witterung bis dahin mitspielt, kann die Brücke über die Rasensenke in Folge wieder freigegeben werden.
Im Frühjahr sollen abschließend noch die Pflasterflächen an den Böschungen unterhalb der Brücke und die in der Rasensenke verlaufenden Wege saniert werden. Eine Sperrung der Brücke sei hierfür jedoch nicht mehr nötig, heißt es. Die Brücke war zur Landesgartenschau 2008 errichtet worden. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich nach Angaben im September auf rund 450.000 Euro. Wie die Kosten jetzt sind, wurde nicht mitgeteilt. (AZ)
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