Der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer hatte gewarnt: Gleich würden Bilder einer Obduktion gezeigt. Wer schwache Nerven habe, möge den großen Sitzungssaal des Memminger Landgerichts bitte verlassen. Alle blieben drin – doch nur wenige Minuten später wurde es sehr laut, denn da sah eine Mutter ihren toten Sohn auf dem Seziertisch der Pathologie liegen und verlor die Nerven. Drei, vier Mal rief sie laut seinen Namen und begann hemmungslos zu weinen.
Neu-Ulm/Memmingen
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