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Neu-Ulm: Radfahrer an der Iller attackiert: Keine Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter bekannt

Neu-Ulm

Radfahrer an der Iller attackiert: Keine Vorbeziehung zwischen Opfer und Täter bekannt

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    Nach der Attacke an der Iller stürzte sich der 26-Jährige von einer Brücke und starb.
    Nach der Attacke an der Iller stürzte sich der 26-Jährige von einer Brücke und starb. Foto: Alexander Kaya

    Die Tat sorgte vor gut drei Wochen für Aufsehen und Entsetzen in und rund um Neu-Ulm: Nahe dem Illerholzweg auf Höhe des Neu-Ulmer Stadtteils Ludwigsfeld hatte ein 26-jähriger Mann einen Radfahrer attackiert. Er stieß den 57-Jährigen unvermittelt vom Rad in die Iller, drückte seinen Kopf unter Wasser und verletzte ihn mit einem Messer. Als Zeugen den Täter ansprachen, flüchtete er durch die Iller. Er stürzte sich kurz darauf von einer Brücke und starb. Das Opfer wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus.

    Die Polizei war an jenem Dienstagabend (5. Mai) mit einem Großaufgebot im Einsatz, unter anderem mit einem Hubschrauber. Auch Kräfte aus Ulm rückten an. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernahm die Neu-Ulmer Kriminalpolizei unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen. Und inzwischen liegen den Ermittlern neue Erkenntnisse vor.

    Opfer ist Lehrer an Ulmer Schule – Täter stammt aus Tschechien

    „Täter und Opfer kannten sich zuvor nicht“, teilt ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Eine Vorbeziehung zwischen beiden habe es nicht gegeben. Der 57-Jährige ist nach Informationen unserer Redaktion Lehrer an einer Ulmer Schule. Dort gingen bereits Gerüchte um, wonach es sich um eine Attacke eines ehemaligen Schülers gehandelt haben könnte. Die Polizei widerspricht dem allerdings. Der Täter, ein Mann mit tschechischer Staatsangehörigkeit, habe erst „seit kurzem hier gearbeitet“. Wo und seit wann genau, war vom Polizeisprecher nicht zu erfahren.

    Kräfte von Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst waren nach der Gewalttat in Neu-Ulm im Einsatz.
    Kräfte von Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst waren nach der Gewalttat in Neu-Ulm im Einsatz. Foto: Alexander Kaya

    Die Ermittler gehen dem Vernehmen nach zum derzeitigen Ermittlungsstand von einer wahllosen Attacke aus. „Krass“ und „erschreckend“ nennt das auch der Polizeisprecher. Mit dem Tod des Beschuldigten liegt formaljuristisch ein „Verfahrenshindernis“ vor. Ermittlungen werden also in der Regel nicht fortgeführt. „Es werden alle Beweise zusammengeführt“, erklärt der Polizeisprecher das Vorgehen in diesem Fall eines versuchten Tötungsdelikts. „Die Frage nach dem Motiv der Tat lässt sich aber nur äußerst schwer beantworten“, so der Sprecher weiter. Zwar liegt der Verdacht nahe, dass jemand, der einen Suizid begeht, sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet. Klären lässt sich das aber im vorliegenden Fall auch nicht mehr. Der Beschuldigte kann nicht mehr befragt werden, er ist tot.

    Hilfe

    Haben Sie selbst suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hier wird Ihnen geholfen: Die Krisendienste Bayern erreichen Sie rund um die Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei zu erreichen unter 0800/1110111, 0800/1110222 oder 116123, per E-Mail und Chat online.telefonseelsorge.de

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