Polizeibeamte in Baden-Württemberg tragen künftig eine neue Polizeiuniform. Der Grund: Gewalt gegen Beamte nimmt immer weiter zu. Allein im Jahr 2025 wurden knapp 6300 Fälle von Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten erfasst; circa 14.600 Mal wurden sie Opfer von Gewalt. Seit 2016 ist die Zahl um 62,4 Prozent gestiegen, wie das Innenministerium Baden-Württemberg mitteilte.
Besserer Schutz für Polizeibeamte: So sieht die neue Uniform aus
„Unsere Polizistinnen und Polizisten sind tagtäglich gefordert, nicht selten in schwierigen Einsatzlagen. Sie gehen ein persönliches Risiko ein, um uns alle zu schützen“, sagte Innenminister Thomas Strobl, der die neue Uniform am Montag, 16. Februar, im Polizeipräsidium Stuttgart vorstellte. Dem kontinuierlichen Anstieg der Fallzahlen müsse man entgegentreten und die Beamten bestmöglich ausstatten.
Um mehr Sicherheit für die Polizistinnen und Polizisten zu gewährleisten, soll die neue Schutzkleidung der geschlossenen Einheiten voraussichtlich ab März, die anderen Uniformteile ab Herbst zum Einsatz kommen.
Was an der neuen Uniform anders ist
Das Besondere an der neuen Ausstattung: Teile der Uniform sind mit schnitthemmenden Elementen ausgestattet. Diese sind an neuen Einsatzanzügen, Softshelljacken, Poloshirts, Langarmshirts und Cargohosen angebracht. Die neue Kleidung sei aus „deutlich funktionaleren“ Stoffen, „ähnlich dem Material von Wander- und Outdoorkleidung“.
Seit September 2024 habe die Polizei Tragetests durchgeführt, um die neue Ausrüstung auf Material und Tragekomfort zu überprüfen, teilte das Innenministerium mit. Der Komfort dürfe nicht vernachlässigt werden, weil mangelnde Beweglichkeit bei der Arbeit zum Nachteil werden könne, so Strobl.
Die Zahl der Messerangriffe auf Polizeibeamte sei zwar im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen; dennoch sei die Zahl alarmierend, so der Innenminister. 47 Fälle von Angriffen gab es 2025 laut Innenministerium. „Mit der neuen Schutzausstattung wollen wir alles dafür tun, unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich auch vor brutalsten Angriffen zu schützen“, sagte Thomas Strobl.
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