Wo früher illegale Pfade durch sensible Waldbereiche führten, bietet die Region nun ein Vorzeigeprojekt für naturverträglichen Sport: Jüngst wurden die Klingensteintrails in Blaustein feierlich eröffnet. Nach zweijähriger Planung und Bauzeit stehen der Öffentlichkeit nun rund drei Kilometer Trail-Spaß rund um die Rentnerhütte zur Verfügung.
Vom Pilotprojekt zur Realität: Die Entstehung der Trails ist die Antwort auf den Mountainbike-Boom. Um den Bau gefährlicher Bauwerke und das Befahren von Naturschutzflächen zu stoppen, startete ForstBW ein Pilotprojekt. „Wir wollten weg von Verboten und hin zu einem attraktiven, gelenkten Angebot“, erklärte Thomas Herrmann, Leiter des Forstbezirks Ulmer Alb.
Schulterschluss SSV Ulm mit Partnern
Dank persönlicher Kontakte gelang 2024 der Schulterschluss mit der Szene. Die DAV-Sektionen Ulm und SSV Ulm 1846 sowie die Deutsche Initiative Mountainbike (DIMB) traten als Partner bei. Diese Vereine stellen dauerhaft sogenannte „Trailpaten“, die ehrenamtlich für den Bau und den laufenden Unterhalt verantwortlich sind.
Ehrenamt als Erfolgsfaktor: Insgesamt sechs Trails mit Schwierigkeitsgraden von „sehr leicht“ bis „mittel“ umfasst das neue Areal. In tausenden ehrenamtlichen Stunden wurde die Strecke so angelegt, dass ökologisch wertvolle Waldrefugien bewusst ausgespart bleiben. Besonders gewürdigt wurde bei der Eröffnung das Engagement von Joshua Haschke, der als Hauptakteur den Bau maßgeblich vorangetrieben hat.
Ein Ausbau ist in Sicht
Die Klingensteintrails sind als Waldpfade für jedermann frei zugänglich, das Befahren erfolgt auf eigene Gefahr. Ein Ausbau ist bereits in Sicht: Für den Herbst ist mit dem „Mygga“ ein spezieller Uphill- und Kindertrail geplant. Das Ziel der Verantwortlichen bleibt klar: Ein Miteinander von Forstwirtschaft, Naturschutz und Sport zu ermöglichen und die Region als attraktives Ziel für Mountainbiker weiter zu stärken. (AZ)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren