Gespräch im Sommer mit einem Kreisliga-Kicker. Der interessiert sich normalerweise für Basketball so wenig wie für den Preis für eine Apfelschorle im Sportheim seines Dorfvereins. Aber dieser Vorgang hat ihn dann doch beschäftigt. Das Urteil des Kreisliga-Kickers: „So jemand möchte ich nicht in der Mannschaft haben.“ Gemeint ist Noa Essengue. Der immer noch erst 18 Jahre alte Franzose wurde zum Ende der vergangenen Saison vom NBA-Klub Chicago Bulls gedraftet. Sein Arbeitgeber Ratiopharm Ulm kämpfte im Juni gegen Bayern München um die deutsche Meisterschaft, Essengue fehlte in den beiden letzten Spielen der Finalserie. Der junge Mann zog es vor, zur Draftzeremonie nach New York zu reisen. Ein schönes Erlebnis, aber auch nicht mehr. Den Job in Chicago hatte Essengue sowieso sicher. Dass es auch anders geht, das zeigt das Beispiel des anderen Ulmer Megatalents. Ben Saraf wurde ebenfalls gedraftet und zwar von den Brooklyn Nets. Der 19-jährige Israeli blieb in Ulm und spielte mit seinen Kameraden die Finalserie zu Ende.
Basketball
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