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Rüstungsunternehmen Hensoldt eröffnet ein Zentrum in der Ukraine

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Rüstungsunternehmen Hensoldt eröffnet ein Zentrum in der Ukraine

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    Das Hochleistungsradar TRML-4D wird von der ukrainischen Luftverteidigung dringend benötigt. Ein neues Innovationshub von Hensoldt soll nun die Einsatzverfügbarkeit stärken und Innovation mit industrieller Umsetzung verbinden.
    Das Hochleistungsradar TRML-4D wird von der ukrainischen Luftverteidigung dringend benötigt. Ein neues Innovationshub von Hensoldt soll nun die Einsatzverfügbarkeit stärken und Innovation mit industrieller Umsetzung verbinden. Foto: Hensoldt

    Das Rüstungsunternehmen Hensoldt hat ein Service- und Innovationszentrum in der Ukraine eröffnet. Damit reagiert das Unternehmen, das auch in Ulm präsent ist, auf die Erfahrungen aus zahlreichen Gesprächen und Reisen vor Ort. Der Grundsatz sei: Wer Wirkung erzielen will, müsse präsent sein.

    Das Unternehmen und seine Mitarbeiter würden mit großem Respekt verfolgen, wie entschlossen und mutig die Ukrainerinnen und Ukrainer ihr Land verteidigen, heißt es in einer Mitteilung. „Der neue Hub ist auch Ausdruck dieser Verbundenheit – und des Anspruchs, konkret zu unterstützen, wo es darauf ankommt.“

    Abstimmung und Problemlösungen lassen sich nicht aus der Distanz steuern

    Die Anforderungen entstehen im Einsatz. Abstimmung, Priorisierung und Problemlösung ließen sich nicht aus der Distanz steuern. Mit dem neuen Zentrum schaffe Hensoldt daher eine dauerhafte lokale Anlaufstelle – „nah an den Anwendern, nah an den operativen Realitäten“.

    Ein Schwerpunkt liege auf der Koordination von Services und Training. Ziel sei es, vorhandene Fähigkeiten vor Ort gezielt zu stärken und ukrainische Partner in die Lage zu versetzen, Systeme eigenständig zu betreiben, zu warten und schnell wieder verfügbar zu machen. „Hensoldt bündelt Trainingsangebote, strukturiert Serviceprozesse und sorgt dafür, dass Know-how dort ankommt, wo es unmittelbar benötigt wird“, heißt es. „Wir starten mit einer einstelligen Zahl an Mitarbeitenden vor Ort, mit dem Potenzial, weiter zu wachsen“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage.

    „Es geht nicht nur darum, Systeme zu liefern. Es geht darum, sie im Einsatz zu halten. Dafür braucht es lokale Kompetenz, klare Prozesse und enge Abstimmung“, betont Hensoldt-CEO Oliver Dörre.

    Die Ukraine hat sich zu einem der dynamischsten Innovationsräume im Verteidigungsbereich entwickelt

    Gleichzeitig übernehme das Zentrum eine weitere Aufgabe: die Verbindung von Innovation und industrieller Umsetzung. Die Ukraine habe sich nämlich zu einem der dynamischsten Innovationsräume im Verteidigungsbereich entwickelt – mit hoher Geschwindigkeit, großer Pragmatik und unmittelbarer Rückkopplung aus dem Einsatz. Hensoldt möchte als Brückenbauer zwischen neuen technologischen Ansätzen und bewährten Systemen fungieren.

    Mit dem Innovationshub stärke Hensoldt seine Rolle als verlässlicher Partner der ukrainischen Streitkräfte und Industrie – mit dem Ziel, Einsatzfähigkeit zu sichern und weiter zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das deutsche Rüstungsunternehmen mit rund 9500 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,46 Milliarden Euro.

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