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Sensationsfund bei Elchingen: THW-Taucher ziehen vor Jahrzehnten versenktes Auto aus der Donau

Elchingen/Neu-Ulm

Sensationsfund: THW-Taucher ziehen vor Jahrzehnten versenktes Auto aus der Donau

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    Ein Opel Manta aus den 1970er-Jahren wurde vom THW aus der Donau geborgen. Das Fahrzeug dürfte sich schon seit Jahrzehnten im Fluss befunden haben.
    Ein Opel Manta aus den 1970er-Jahren wurde vom THW aus der Donau geborgen. Das Fahrzeug dürfte sich schon seit Jahrzehnten im Fluss befunden haben. Foto: Thomas Heckmann

    Ein Angler hat am Samstag mit seinem Echolot ein Autowrack in der Donau bei Oberelchingen entdeckt. Die Wasserwacht und das THW rückten an und bargen einen alten Opel Manta. Die Polizei ermittelt nun die Herkunft des Fahrzeugs. Der Fund wirft viele Fragen auf und sorgt für Aufsehen. Ein Großeinsatz für die Rettungskräfte.

    Bei der Leitstelle war am Samstagmittag ein ungewöhnlicher Notruf eingegangen. Der Angler meldete ein versunkenes Fahrzeug in der Donau. Er hatte das Objekt mit seinem Fischfinder auf Höhe der Firma Bosch Rexroth geortet. Sofort rückten die Feuerwehren aus Thalfingen und Oberelchingen aus. Auch die Wasserwacht und später das Technische Hilfswerk (THW) wurden alarmiert.

    Retter der Wasserwacht rückt mit dem Fahrrad vom Pfuhler See an

    Die Einsatzkräfte standen vor einer ungewissen Situation. War es ein Unfall? Befanden sich noch Personen im Fahrzeug? Die ersten Minuten waren von Anspannung geprägt. Ein Retter der Wasserwacht, der am Pfuhler Baggersee Wachdienst hatte, zögerte keine Sekunde. Er schnappte sich seine Schwimmflossen und Taucherbrille. Dann radelte er in Badehose zur Einsatzstelle. Seine Kollegen folgten ihm mit weiterer Ausrüstung.

    Die Taucher der Wasserwacht und der DLRG begannen sofort mit der Suche. Dank der genauen Angaben des Anglers konnten sie das Fahrzeug schnell lokalisieren. Es handelte sich tatsächlich um einen Pkw. Die Taucher stellten fest, dass sich keine Personen mehr im Fahrzeug befanden. Eine große Erleichterung für alle Beteiligten.

    Zustand des Wracks lässt darauf schließen, dass das Auto schon seit Jahrzehnten in der Donau liegt

    Das Auto schien schon sehr lange im Wasser zu liegen. Der Zustand des Wracks ließ darauf schließen, dass es bereits vor Jahrzehnten in der Donau versunken war. „Das große Problem war, dass das Wasser über die Zeit sich mit Schlamm im Auto angesammelt hat. Das hat uns Probleme gemacht beim Rausziehen durch das hohe Gewicht“, beschrieb Nicholas Gretzschel, Zugtruppführer im THW Neu-Ulm, die Situation.

    Autowrack bei Elchingen aus der Donau geborgen: Die Fotos vom Einsatz

    Donau Auto Elchingen
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    Der Opel Manta dürfte sich schon seit Jahrzehnten in der Donau befunden haben. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Die Bilder zeigen den Einsatz von THW, Wasserwacht, Polizei und Co.

    Für die anspruchsvolle Bergung wurde die Bergungstauchergruppe des THW Neu-Ulm angefordert. Mit 18 Helfern und fünf Fahrzeugen rückte das THW an. Zuerst wurde eine Ölsperre ausgelegt. Gretzschel erklärt: „Im Laufe des Einsatzes hat sich herausgestellt, dass im Auto noch restliche Betriebsstoffe übrig waren. Die sind bei der Bergung des Fahrzeugs ausgetreten. Wir haben vorsorglich im Vorhinein bereits Schläuche ausgelegt als Ölsperren.“

    Dann wurde das Autowrack mit Hebekissen angehoben. Mit einer Seilwinde wurde das tonnenschwere Wrack schließlich ans Ufer gezogen. Ein Kran hob das Auto dann aus dem Wasser. Zum Vorschein kam ein stark demoliertes Fahrzeug, ein Opel Manta. Die Polizei schätzt das Baujahr auf etwa 1970. Bei dem Wrack war der letzte TÜV laut THW 1978 abgelaufen. 

    Versenktes Auto aus der Donau gefischt: Polizei steht vor einem Rätsel

    Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Fahrzeug wurde zur Beweismittelsicherung an die Polizei übergeben. Nun muss geklärt werden, wem das Auto gehörte. Und wie es in die Donau gelangen konnte. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. „Wir haben keine Kennzeichen gefunden und wir konnten jetzt bis jetzt auch noch keine FIN im Auto finden“, so Gretzschel. Das Fehlen von Kennzeichen und einer im Schlamm nicht auffindbaren Fahrgestellnummer erschwert die Arbeit. Es wird vermutet, dass das Auto von der Strömung abgetrieben wurde. Wahrscheinlich nur wenige Kilometer, da sich der Fundort zwischen zwei Wasserkraftwerken befindet.

    Am Abend musste die Feuerwehr Elchingen erneut ausrücken. Bei der Bergung war Öl ausgetreten. Die Feuerwehr legte Ölschlängel aus, um die Verunreinigung einzudämmen und eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Der mysteriöse Fund in der Donau wird die Behörden noch eine Weile beschäftigen. Die aufwendige Bergung dauerte insgesamt knapp sechs Stunden.

    Im vergangenen November hatte das THW ein ebenfalls wohl schon seit Jahrzehnten versenktes Auto aus dem Illerkanal bei Illertissen geborgen. Wie das Auto, an dem ein NU-Kennzeichen montiert war, ins Gewässer kam, konnte jedoch nicht geklärt werden.

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