Auf der B10-Baustelle in Ulm geht es Schlag auf Schlag: Die westliche Wallstraßenbrücke ist bereits abgerissen. Ende Juni wird auch das Blaubeurer Tor, Teil der Bundesfestung aus dem 19. Jahrhundert, erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder ohne Brücke sichtbar sein.
Zunächst wird vom 27. bis 29. Mai die Brücke über das Blaubeurer Tor Stück für Stück und vorsichtig um etwa einen Meter angehoben. Dafür wird eine spezielle Hydraulikpresse eingebaut. Die Brücke wird anschließend langsam hochgestapelt und stabilisiert.
Das Blaubeurer Tor wird mit einer grauen Folie verhüllt
Und auch dann geht es spektakulär weiter: Zwischen dem 1. und 12. Juni wird das Blaubeurer Tor mit einer grauen Schutzfolie verhüllt. Dabei handelt es sich nicht um eine Kunstaktion in Anlehnung an Christo und Jeanne-Claude – vielmehr soll so verhindert werden, dass das historische Bauwerk beim Rückbau der Brücke beschädigt wird.
Für die Arbeiten kommt erneut ein großer Raupenkran zum Einsatz, ein LR 1600-2 der Firma Liebherr. Vom 23. bis 26. Juni wird die Brücke Stück für Stück in einzelne Segmente zerlegt und verschwindet gänzlich. Bei der Landesgartenschau 2030 wird das Blaubeurer Tor dann freistehen, umgeben von Wiesen und Bäumen. Heute kann man sich das noch schwer vorstellen.
Der Blaubeurer Ring wird kurzzeitig komplett gesperrt
Auch die Verkehrsführung rund um das Blaubeurer Tor ändert sich noch einmal: Der Ring wird durch Umbauten schon bald nicht mehr seiner Bezeichnung als „Cartoffel“ gerecht, sondern gleicht in der Draufsicht dann eher einem „Spatz“.
Während der Anpassung des Blaubeurer-Tor-Rings wird dieser für den Verkehr voll gesperrt – vom 31. Mai um 6 Uhr bis zum 1. Juni gegen 5 Uhr. Die neue Verkehrsführung „Spatz“ bleibt voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien bestehen. Danach folgen weitere kleinere Anpassungen.
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