Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Weißenhorn
Icon Pfeil nach unten

So war der Gumpige Donnerstag in Weißenhorn: Trotz Regen feierten die Narren in der Altstadt

Weißenhorn

Trotz Regen ausgelassen gefeiert: So war der Gumpige Donnerstag in Weißenhorn

  • |
  • |
  • |
  • |
    Viel bunt und Glitzer: In der Weißenhorner Stadthalle präsentieren die Narren ihre Kostüme.
    Viel bunt und Glitzer: In der Weißenhorner Stadthalle präsentieren die Narren ihre Kostüme. Foto: Alexander Kaya

    Regenschirme, durchsichtige Ponchos und durchnässte Perücken haben am Donnerstagabend das Bild in der Weißenhorner Altstadt geprägt. Pünktlich um 19 Uhr öffnete der abgesperrte Veranstaltungsbereich zum Gumpigen Donnerstag, bereits zuvor hatten sich an den Eingängen erste Schlangen gebildet. Spätestens ab 20 Uhr war klar: Der Regen würde die Feierlust kaum bremsen.

    Trotz Regen: Vor der großen Bühne wurde in Weißenhorn kräftig getanzt

    Vor allem vor der großen Donau3FM-Bühne am Oberen Tor trotzten zahlreiche junge Besucherinnen und Besucher dem Wetter. Tropfnass, aber ausgelassen, wurde getanzt, gesprungen und mitgesungen. Auf dem Pflaster glänzten Pfützen im bunten Bühnenlicht, Konfetti klebte an den durchnässten Schuhen.

    Dazwischen Gruppen, die lachten, anstießen und für Erinnerungsfotos posierten. Musikalisch reichte die Bandbreite von Techno und Hardstyle über aktuelle TikTok-Sounds bis hin zu Kinderliedern im Partymix. Dazwischen durften auch Klassiker von Abba oder Bon Jovi nicht fehlen. Die meistgespielten Hits des Abends waren das aus den sozialen Medien bekannte „Oben gute Laune, unten gute Laune“ und „Bella Napoli“ von Roy Bianco und den Abbrunzati Boys.

    Fasching in Weißenhorn: Die Fotos von der Party am Gumpigen Donnerstag

    Gumpiger Donnerstag in Weißenhorn Gumpiger Donnerstag - Weißenhorn - Altstadt - Der Weiberfasching
    Icon Galerie
    49 Bilder
    Jede Menge los war beim Weiberfasching am Gumpigen Donnerstag in der Weißenhorner Altstadt. Hier unsere Fotos vom bunten Treiben.

    Faschingsfreunde aus dem gesamten Neu-Ulmer Landkreis kamen zum Feiern in die Fuggerstadt

    „Ich wollte ja erst gar nicht herkommen“, erzählte Felix aus Ulm und lachte. „Aber ich wurde von meinen Freunden gezwungen.“ Vom Regen ließ sich der 24-Jährige die Laune trotzdem nicht verderben. „In Weißenhorn ist halt einfach was los, da hält uns das bisschen Regen nicht ab.“ Alkohol trank er an diesem Abend keinen: „Ich bin kein Fan davon“, sagte der Ulmer. Mit der Einstellung war er an diesem Abend in Weißenhorn einer von wenigen.

    Dass der Weißenhorner Fasching weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, zeigte sich auch an den Heimatorten der Besucherinnen und Besucher. Diese nahmen teils einen weiten Weg auf sich, um mitzufeiern. Aus dem ganzen Landkreis zog es Feiernde in die Fuggerstadt – unter anderem aus den benachbarten Dörfern, aber auch aus Senden, Neu-Ulm und Illertissen.

    In der Weißenhorner Stadthalle wärmten sich die Narren beim Tanzen auf

    Während draußen vor den Bühnen eher jugendliche Festival- und Partystimmung herrschte, verlagerte sich das Geschehen für viele ältere Faschingsfreunde in die Stadthalle. Dort war es nicht nur deutlich wärmer, sondern auch musikalisch traditioneller. Schlagerhits und Faschingsklassiker wie „Cordula Grün“ oder „Schatzi, schenk mir ein Foto“ luden zum Mitsingen ein, auf der Tanzfläche dominierten Discofox und altbekannte Partytänze.

    Auch bei der Feuerwehr und dem Roten Kreuz trafen sich viele Feierwütige, um gemeinsam zu tanzen. Der Pluspunkt auch hier: ein Dach über dem Kopf. Die Pilotenbar der Feuerwehr und die Draculabar des Roten Kreuzes waren gut gefüllt und begehrte Orte, wenn mal wieder ein Schauer runterkam. Schon früh gut besucht war auch das Café Promenade, das besonders beliebt bei denjenigen ist, die lange unterwegs sein wollen. Das Prome öffnete am Donnerstagabend um 21 Uhr und hat durchgehend auf bis Freitag um 18 Uhr.

    Unterschiede zeigten sich auch bei den Kostümen. Aufwendige Gruppen-Outfits mit viel Glitzer und liebevollen Details waren vor allem in der Halle zu sehen. In den Straßen der Altstadt setzte sich der Trend zu Rennfahrer-Kostümen im Max-Verstappen-Look aus dem Vorjahr fort, ebenso waren zahlreiche Besucher in kuschligen Fell- und Bärenanzügen unterwegs. Jüngere Gäste erschienen dagegen oft deutlich leichter bekleidet. An den Getränkeständen waren heiße Varianten besonders gefragt. Glühwein und Glüh-Gin fanden wegen der niedrigen Temperaturen regen Absatz.

    Die Verkleidung als Bär hält auch bei den eisigen Temperaturen schön warm.
    Die Verkleidung als Bär hält auch bei den eisigen Temperaturen schön warm. Foto: Alexander Kaya

    Auch das Personal hat Spaß in Weißenhorn: „Ich finde die Atmosphäre hier richtig cool.“

    „Das ist schon etwas Besonderes – das machen wir auch nur einmal im Jahr“, sagte Nicole vom Barfüßer, die am Abend Bier, Wein und andere Getränke ausschenkte. „Ich finde die Atmosphäre hier richtig cool.“ Trotz Regen und Kälte sei sie hoch motiviert: „Ich hoffe, dass wir den Leuten einen schönen Abend machen.“

    Der Regen wurde im Laufe des Abends stärker, doch die Feiernden ließen sich davon kaum beeindrucken. Tropfnasse Jacken und Schuhe gehörten ebenso dazu wie lachende, farbverschmierte Gesichter. Viele tanzten einfach weiter – ganz nach dem Motto: Lieber nass als gar nicht dabei. Die Weißenhorner lassen sich ihren Fasching nicht nehmen. Einige weniger Besucher als im Vorjahr sind es trotzdem. Schätzungsweise besuchten etwa 4000 Feiernde das Faschingstreiben im Stadtgebiet, vergangenes Jahr waren es 2000 mehr.

    Polizei, Security und Rettungsdienste waren während des Abends sichtbar präsent, so blieb die Stimmung weitgehend friedlich. Vereinzelt kam es jedoch nach Angaben der Polizei auch zu Straftaten. Es mussten kleinere Ordnungswidrigkeiten festgestellt werden.

    Auch Sanitäter des Roten Kreuzes sind in der Weißenhorner Altstadt dabei. Falls jemand zu viel trinkt oder sich verletzt, sind sie direkt vor Ort.
    Auch Sanitäter des Roten Kreuzes sind in der Weißenhorner Altstadt dabei. Falls jemand zu viel trinkt oder sich verletzt, sind sie direkt vor Ort. Foto: Alexander Kaya

    Am Faschingswochenende ist in Weißenhorn noch mal volles Programm

    Weiter geht es bei den Narren in Weißenhorn am Samstag, 14. Februar, mit dem Rathaussturm am Fuggerschloss ab 12 Uhr. Daran schließt sich ab 13.30 Uhr der Kinderumzug an, der mit dem Kinderball in der Fuggerhalle endet. Abends steigt ab 19 Uhr der IWF-Ball in der Fuggerhalle.

    Am Faschingsdienstag endet die Weißenhorner Fasnet mit dem Umzug, der auf dem Hauptplatz ab 10 Uhr startet. Musikalisch begleitet wird der Tag durch die Guggenmusik der Weissahoara Giggalesbronzer. Wenn sie spätabends zum Unteren Tor, zum sogenannten Giggaler, ziehen, endet die fünfte Jahreszeit mit dem Aschermittwoch - zumindest vorerst.

    Alle Termine zum Fasching in der Region finden Sie in unserer Übersicht hier.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren