Ludwigsfeld Am Samstag wurde der Ortsverein Ludwigsfeld des VdK Bayern wieder flottgemacht. Stadtrat Karl-Martin Wöhner wurde von den rund zwei Dutzend anwesenden Mitgliedern einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin wurde Waltraut Nitsche, die seit Kurzem auch ehrenamtliche Bevollmächtigte der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Neu-Ulm ist. Der langjährige Vorsitzende Manfred Palm hatte Anfang des Jahres sein Amt aus internen Gründen niedergelegt.
Hildegard Rabus, Vorsitzende des Kreisverbandes der bayerischen Sozialorganisation VdK, leitete die Neuwahlen, bei denen Renate Liebenstein als Schriftführerin bestätigt wurde. Als Betreuerinnen und Betreuer, die sich um ältere Mitglieder bei Geburtstagen oder Krankenhausaufenthalten kümmern, wurden Erika Trumpfheller, Renate Mack, Leo Keppeler, Fritz Stöckle und Kornelia Steimer gewählt. „Mich freut es außerordentlich, dass der Ortsverein Ludwigsfeld nun wieder etwas schaffen kann“, meinte die Kreisvorsitzende am Ende der Veranstaltung.
Mitgliederzahl leicht gestiegen
Zuvor hatte die Nachfolgerin des langjährigen Kreisvorsitzenden Valentin Meyer verkünden können, dass die Zahl der VdK-Mitglieder in Ludwigsfeld trotz zehn Sterbefällen auf 231 gestiegen ist. Der VdK-Landesverband habe derzeit mit 559000 Mitgliedern zugleich den höchsten Mitgliederstand seit seiner Gründung vor 65 Jahren. Dies zeige den Bedarf an Beratung in Fragen von Sozial-, Kranken- und Pflegeversicherung. „Die Politiker dürfen sich nicht wundern, wenn ihnen die Rentner weglaufen und zum VdK gehen“, so Rabus, die insbesondere die Not von Rentnerinnen mit ihren Minirenten beklagte. Sie forderte die Rückkehr zu Renten, die sich am Lohnzuwachs der Arbeitenden orientieren.
Beklagenswert sei auch der Zustand der Pflegeversicherung. Für die pflegenden Angehörigen, die die Kasse entlasteten, werde zu wenig getan. Gleichzeitig will der VdK im Landkreis etwas für die pflegenden Familien tun. Wer unterstützend helfen will, solle sich in der VdK-Geschäftsstelle in Neu-Ulm melden. Ein Rettungsschirm für die Pflege ist nach Worten von Hildegard Rabus wichtiger als ein Rettungsschirm mit Blick auf den Euro.