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Nach Krämpfen und Kreislaufproblemen: Im Tunnel zum Titel

Nach Krämpfen und Kreislaufproblemen

Im Tunnel zum Titel

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    Philipp Pangerl und Florian Willbold (rechts) haben ihren Titel bei der Weltmeisterschaft im Zwölf-Stunden-Fahren der Mountainbiker in Weilheim erfolgreich verteidigt.
    Philipp Pangerl und Florian Willbold (rechts) haben ihren Titel bei der Weltmeisterschaft im Zwölf-Stunden-Fahren der Mountainbiker in Weilheim erfolgreich verteidigt.

    Weilheim/Thannhausen Florian Willbold aus Illerzell hat zusammen mit dem Thannhauser Philipp Pangerl die Weltmeisterschaft im Zwölf-Stunden-Mountainbike-Rennen gewonnen. Die beiden Radsportler verteidigten beim Rennen in Weilheim ihren Titel aus dem vergangenen Jahr. Für diesen Erfolg mussten die beiden hart kämpfen, zwischenzeitlich stand das Team sogar kurz davor, das Handtuch zu werfen.

    Willbold hatte mit einer hartnäckigen Krankheit zu kämpfen und ging mit Trainingsrückstand und ohne Rennkilometer in den Beinen auf die Strecke. „Wir wollten aber unbedingt gemeinsam antreten, um unseren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen“, sagt Pangerl. Die erste Hälfte des Rennens lief gut für die beiden Schwaben. Sie fuhren immer abwechselnd eine Runde auf dem sechs Kilometer langen, anspruchsvollen Kurs und bauten sich ein Polster auf die Verfolger auf.

    Um 16.30 Uhr, achteinhalb Stunden nach dem Start, dann der Schock: Florian Willbold kam nach seiner Runde kreidebleich in der Wechselzone an. Ihm war übel, er hatte Krämpfe, sein Kreislauf drohte zusammenzubrechen. „Wenn Trainingskilometer fehlen, kann es passieren, dass einen so der Hammer trifft“, sagt Pangerl. Während sich vier Physiotherapeuten um seinen Partner kümmerten, fuhr der Thannhauser weiter.

    Als er nach 15 Minuten seine Runde hinter sich hatte, stand sein Partner allerdings noch nicht in der Wechselzone. Auch nachdem Pangerl eine zweite Schleife gefahren hatte, konnte Willbold nicht wieder aufs Rad steigen.Es wurde überlegt, das Team aus dem Rennen zu nehmen. Man entschied sich, dass Pangerl noch eine Runde fahren sollte. „Das war schon hart. Ich war wie in einem Tunnel unterwegs“, erzählt der Thannhauser. Als er wieder in den Wechselbereich kam, hatte sich Florian Willbold erholt und konnte übernehmen. „Nun musste ich wieder auf Vordermann gebracht werden. Ich habe es mit letzter Kraft auf die Liege des Physiotherapeuten geschafft“, sagt Pangerl.

    Das Team stand die letzten zweieinhalb Stunden des Rennens mit respektablen Rundenzeiten durch. Auf die eigentlich obligatorische Ehrenrunde verzichteten Florian Willbold und Philipp Pangerl allerdings. (adi/az)

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