Nach
Tommy Mason-Griffin
hat jetzt auch
Dane Watts
seinen Vertrag bei den Ulmer Bundesliga-Basketballern um ein Jahr verlängert.
Thorsten Leibenaths
Wunsch, möglichst den kompletten Kader des Halbfinalisten dieser Saison zusammenzuhalten, nimmt also konkrete Formen an. „
Dane
ist für uns ein unheimlich wichtiger Spieler, weil er so vielseitig einsetzbar ist. Er kann auf zwei Positionen spielen und steht aktuell am längsten von allen Spielern auf dem Feld. Das zeigt schon, wie wertvoll er für uns ist“, beschreibt der Ulmer Trainer die Qualitäten des 26-jährigen Amerikaners: „Dass nach
Tommy Mason-Griffin
nun auch
Dane
in
bleibt, ist ein weiterer wichtiger Baustein für unsere Zukunft.“
Watts
, der zu Beginn der Saison aus
Tübingen
nach
Ulm
gewechselt war, kam in bisher 33 Spielen für seinen neuen Verein in durchschnittlich 28,3 Minuten Einsatzzeit auf 6,4 Rebounds und 10,2 Punkte pro Partie. Der 2,03 Meter große Spieler gehört damit zu den zehn besten Reboundern der Bundesliga.„Ich bin sehr froh darüber, nächstes Jahr nach
Ulm
zurückkehren zu dürfen, um auf dem bisher Erreichten aufbauen zu können“, sagt
Watts
, der gemeinsam mit seiner Frau Coco der Geburt ihres ersten Kindes entgegenfiebert: „Ich freue mich darauf, mich auch auf europäischer Ebene zu messen und
Ulm
auf diesem Niveau zu repräsentieren.“Die Ulmer Basketballer stehen nämlich nicht nur erstmals seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder in einem Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Erstmals seit dieser Zeit werden sie in der kommenden Saison außerdem international spielen. Die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb ist nach dem 85:76-Sieg gegen
Braunschweig
am vergangenen Sonntag nämlich perfekt. Manager
Thomas Stoll
lässt allerdings noch offen, ob die Ulmer ihr Startrecht auch wahrnehmen: „Die Frage ist, ob wir uns das leisten können. Das muss alles nach der Saison durchgerechnet werden.“Offen ist auch, in welchem der drei europäischen Wettbewerbe die Ulmer antreten könnten. „Aber es sieht ganz danach aus, dass wir hochklassig gegen Mannschaften wie Valencia spielen würden“, sagt
Stoll
.Derzeit gibt es drei internationale Wettbewerbe: in der Euro-League spielt der deutsche Meister, in der Qualifikation der Zweite. Zwei weitere Startplätze gibt es im Euro-Cup und noch einmal zwei in der drittklassigen Euro-Challenge. Nach dem bisherigen Schlüssel wären die Ulmer also mindestens im attraktiven
Eurocup
, in dem übrigens Trainer
Thorsten Leibenath
auch schon mit den
Artland Dragons
gespielt hat.Derzeit gibt es beim internationalen Verband
FIBA
allerdings auch Überlegungen, Euro-Cup und Euro-Challenge zusammenzulegen. „Vor Juni weiß keiner genau Bescheid“, glaubt
Stoll
.