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Fußballbezirk Donau/Iller
11.05.2022

Abstiegskampf: Wie viele Teams steigen ab in Bezirks- und Kreisliga?

Am Wochenende treffen der TSV Pfuhl und der TSV Holzheim aufeinander. Die Pfuhler stecken im Abstiegskampf.
Foto: Roland Furthmair (Archivbild)

Wegen Corona sind einige Ligen überbevölkert, jetzt folgt die große Abmagerungskur. Was das konkret für die Mannschaften im Fußball-Bezirk Donau/Iller bedeutet.

Das große Zittern in den Tabellenkellern von vielen Amateurklassen ist die Nachwirkung der vorletzten Fußballsaison. Die wurde wegen Corona im März 2020 zunächst ausgesetzt und später beendet. Aufsteiger wurden über die Quotientenregel ermittelt, Absteiger gab es nicht und deswegen wurde es in den einzelnen Ligen arg voll. Das Problem der Überbevölkerung besteht nach wie vor, denn die Folgesaison wurde komplett annulliert, es gab weder Auf- noch Absteiger. Jetzt also folgt die große Abmagerungskur, um in den einzelnen Klassen wieder auf die Sollzahl von 16 Mannschaften zu kommen – diverse Grausamkeiten sind dafür unvermeidbar. Aus der Landesliga steigen voraussichtlich sechs Mannschaften direkt ab, aus der Bezirksliga fünf und diese Verschlankung schlägt durch bis in die Kreisligen A. Ein Überblick:

Verbandsliga Württemberg: In die Staffel 2 der Landesliga wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit Heiningen verabschieden, gefährdet sind außerdem Türkspor Neu-Ulm und Calcio Leinfelden-Echterdingen.

Landesliga, Staffel 2: Da von mindestens einem Neuzugang aus der Verbandsliga auszugehen ist, erwischt es voraussichtlich sechs Mannschaften. Das Schicksal des TSV Neu-Ulm dürfte bei aktuell neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz damit besiegelt sein, die SSG Ulm bliebt ein Wackelkandidat.

Bezirksliga Donau/Iller: Da der TSV Buch eine Etage weiter oben auf der sicheren Seite ist und somit maximal zwei Mannschaften aus der Landesliga dazu kommen, bleibt es zumindest bei fünf Direktabsteigern. Spannend ist die Frage, in welche der drei Staffeln der Kreisliga A diese rutschen.

Kreisliga A Donau: Hier droht gewaltiger Zuwachs von oben durch die drei Letzten in der Bezirksliga: FC Hüttisheim, SV Thalfingen und TSG Söflingen. Der Meister der Kreisliga B Donau (VfL Ulm, FKV Neu-Ulm oder TSF Ludwigsfeld) spielt nächste Saison ebenfalls in der A Donau, möglicherweise auch noch der FC Burlafingen II, wenn der Meister der Kreisliga B 4 wird. Bezirks-Spielleiter Günter Stucke geht aktuell von drei Direktabsteigern aus der Kreisliga A Donau aus.

Kreisliga A Iller: Im günstigsten Fall steigt nur noch eine Mannschaft direkt ab, nachdem die SpVgg Au Mitte März vom Spielbetrieb ausgeschlossen wurde, da sie dreimal nicht angetreten war. Ob dieser Fall eintritt, das hängt wiederum von der Entwicklung im Keller der Bezirksliga ab. Der SV Tiefenbach ist dort ein potenzieller Neuzugang in die A Iller, aber auch der TSV Obenhausen und die SGM Ingstetten/Schießen sind noch längst nicht in Sicherheit.

Zumindest in der Theorie interessant sind übrigens die vom württembergischen Verband genannten Maximalzahlen in Sachen Absteiger. In der Kreisliga A Iller sind das fünf, in der Donaustaffel sogar neun von derzeit 16 Mannschaften. Dieses Worst-Case-Szenario wäre dann eingetreten, wenn – was im Prinzip möglich gewesen wäre – alle vier Meister der B-Kreisligen in die A Donau auf- und fünf Bezirksligisten in sie abgestiegen wären. Ganz so schlimm wird es definitiv nicht kommen. Der Überlebenskampf im Amateurfußball, er ist aber auch so ein gnadenloser.

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