Der Trapattoni-Auftritt von Ty Harrelson ist unvergessen. Nachdem Ratiopharm Ulm am 24. Januar in der Basketball-Bundesliga das Heimspiel gegen den damaligen Tabellenletzten Heidelberg nach einer 22-Punkte-Führung noch mit 77:79 verloren hatte, lederte der Trainer ganz im Stil des italienischen Fußball-Kollegen gegen die eigene Mannschaft ab. Harrelson hinterfragte unter anderem öffentlich die Schlafgewohnheiten und die Ernährung der Spieler. Im Zentrum seiner Kritik stand Nelson Weidemann, der sich damals quasi selbst als nicht spielfähig erklärt hatte. Trapattoni hätte vermutlich gefragt: Was erlaube Weidemann? Ob Harrelson die Mannschaft damit aufwecken wollte? „Oh ja.“ Etwa mehr als zwei Monate später ist festzustellen: Es ist ihm gelungen. Von den folgenden sieben Spielen in der Bundesliga hat Ulm nur noch eines verloren, nämlich das in Vechta. Und dass es am Sonntag (18 Uhr) beim Rückspiel in Heidelberg erneut schiefgehen könnte, das ist nur noch schwer vorstellbar.
Basketball
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