Sportlich war diese Saison im Eurocup ein Misserfolg. Ratiopharm Ulm ist zum zweiten Mal nacheinander in der Vorrunde ausgeschieden, das letzte Gruppenspiel am Dienstag in Trient war bereits bedeutungslos. Der Ulmer Sportdirektor Thorsten Leibenath zieht trotzdem ein insgesamt positives Fazit: „Durch die vielen Verletzten Richtung Jahresende sind wir etwas aus dem Tritt gekommen. Aber insgesamt haben wir uns gut verkauft. Der Eurocup hat erneut gezeigt, dass er ein sehr wertvoller Wettbewerb für unsere Mannschaft und unseren Club ist.“ Das Interesse bei der Anhängerschaft war allerdings erneut eher mittelmäßig. Mit mehr als 4000 Zuschauern und Zuschauerinnen gut gefüllt war die Ratiopharm-Arena natürlich beim Spiel gegen Besiktas Istanbul im Oktober und immer dann, wenn die Ulmer einzelne Gruppen eingeladen hatten: Beim Tag der Ausbildung, dem Tag des Ehrenamts und dem Tag des Handwerks. Aber generell kommen deutlich mehr Fans zu den Partien in der Bundesliga als zu denen im Eurocup. Abzuwarten bleibt, wie lange es diesen für Ulm so wertvollen Wettbewerb überhaupt noch gibt. Die NBA drängt auf den europäischen Markt, es werden astronomische Summen kolportiert und wenn die amerikanische Profiliga ihre ambitionierten Ziele umsetzt, dann dürfte im komplizierten europäischen Ligenkonstrukt kein Stein mehr auf dem anderen bleiben.
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