Essen/Berlin Drei Titel hätte der Nachwuchs der Ulmer Basketballer am Wochenende gewinnen können, gereicht hat es letztlich zu keinem einzigen. Die Orange-Academy in der Pro B sowie die U19 in der NBBL und die U16 in der JBBL wurden immerhin jeweils Vizemeister.
Die Mannschaft der Orange-Academy war wegen der Terminkollision mit den deutschen Meisterschaften im Nachwuchsbereich mit nur sieben Spielern nach Essen gereist. Es fehlten unter anderem die Leistungsträger Teo Milicic, Meissa Faye und Endurance Aiyamenkhue. Somit erwies sich letztlich sogar das vermeintlich üppige 36-Punkte-Polster aus dem Hinspiel am Orange-Campus als zu dünn. Bis zum vierten Viertel hielten die Schützlinge des eingesprungenen Assistenztrainers Tim Roleder die Essener Führung unter 36 Punkten, dann drehten die Essener Miners allerdings noch einmal auf. Sie spielten ihre Qualitäten – diesmal vor allem den Größenvorteil - souverän aus und gewannen mit 94:53. Bester Werfer der Ulmer war Joel Cwik mit 17 Punkten. Ebenfalls zweistellig punktete Tobias Holbach, der elf Zähler beisteuerte. Unter den Körben überzeugte zudem Marko Dordevic mit starken elf Rebounds.
Sportlich hatte sich die Orange-Academy bereits durch den Finaleinzug den Aufstieg in die Pro A gesichert, das Ulmer Management will den auch wahrnehmen und hat eine Lizenz beantragt. Gesellschafter und Geschäftsführer Thomas Stoll ist diesbezüglich sehr optimistisch: „Wir sind der Ansicht, dass unser Antrag problemlos durchgehen muss.“
Lange kämpften die beiden U19-Mannschaften aus Ulm und Berlin im Finale auf hohem Niveau um die deutsche Meisterschaft. Ausrichter Berlin setzte sich am Ende nach nahezu durchgehender Führung dank eines Offensiv-Rebounds von Anton Kemmer mit 87:83 durch, der den Schützlingen von Trainer Florian Flabb die Chance auf den Ausgleich oder sogar den Siegtreffer nahm. Bereits im Halbfinale war die Ulmer U19 gegen Vechta gefordert, in dem sie dank eines überragenden zweiten Viertels mit 87:74 den Einzug ins Endspiel perfekt machte. In dem reichten am Ende aber auch 26 Punkte von Teo Milicic und 25 von Meissa Faye nicht aus, um das starke Team des Ausrichters zu bezwingen.
Auch die Ulmer U16 überzeugte in Berlin, verpasste allerdings ebenfalls knapp den Titel. Nach einem überragenden 105:97-Comebacksieg am Freitagabend gegen die Nachwuchsmannschaft der Hamburger Towers hatten die Schützlinge von Trainer Jochen Lotz das Finale gegen Bonn/Köln erreicht. In dem lieferten die jungen Ulmer erneut eine starke Leistung ab und mussten sich erst im letzten Viertel geschlagen geben (85:101). Besonders überzeugen konnten in den beiden Partien Pointguard Marko Volf (zweimal 28 Punkte) und Justus Reintjes (27 und 22 Punkte). (AZ, pim)
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