Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neu-Ulm
Icon Pfeil nach unten
Lokalsport
Icon Pfeil nach unten

Basketball: Ratiopharm Ulm fertigt Oldenburg ab

Basketball

Ratiopharm Ulm fertigt Oldenburg ab

  • |
  • |
  • |
  • |
    Wenn schon kein Oldenburger den Ball will, dann kämpfen die Ulmer Christian Sengfelder (rechts) und Malik Osborne halt gegeneinander um den Rebound.
    Wenn schon kein Oldenburger den Ball will, dann kämpfen die Ulmer Christian Sengfelder (rechts) und Malik Osborne halt gegeneinander um den Rebound. Foto: nordphoto GmbH / Hafner

    Ratiopharm Ulm bleibt die Wundertüte der Basketball-Bundesliga. Nur vier Tage nach der schmählichen Niederlage in Vechta fertigte der deutsche Vizemeister am Mittwochabend in eigener Halle Oldenburg nach allen Regeln der Kunst mit 101:72 ab. Es war ein Statement-Sieg gegen die vermeintlich heißeste Mannschaft der Liga, die zuvor acht ihrer vergangenen neun Spiele gewonnen hatte.

    Die veränderte Startformation von Ratiopharm Ulm könnte durchaus eine Reaktion auf das Vechta-Spiel am Samstag gewesen sein: Tommy Klepeisz und Joel Soriano bildeten diesmal zu Beginn die wichtige Achse Aufbauspieler-Center. Das ließ sich sehr gut an mit einem Dreier von Klepeisz nach 22 Sekunden und so ging es zunächst auch weiter. Nach einem langen Zweier des Deutsch-Österreichers führte Ulm nach nicht einmal dreieinhalb Minuten mit 11:2. Klepeisz wurde mit Sprechchören gefeiert und der Oldenburger Trainer Lazar Spasic nahm eine frühe Auszeit. Dessen Ulmer Kollege Ty Harrelson hatte schon Mitte des ersten Viertels komplett durchgewechselt, an den Kräfteverhältnissen änderte sich dadurch rein gar nichts. Nach einem Dreier von Mark Smith war der Vorsprung zweistellig (19:8), der deutsche Vizemeister legte einen 12:0-Lauf nach und ging mit einer haushohen 31:8-Führung in die erste kurze Pause nach diesem rauschhaften ersten Viertel. Dabei hatte der normalerweise beste Ulmer Werfer Chris Ledlum bis dahin noch gar nichts getroffen. Das blieb auch im zweiten Spielabschnitt so, aber in dieser einseitigen Partie war das zu verschmerzen. Bis zur Halbzeit blieb der riesige Abstand beinahe konstant (52:32).

    Dass Ratiopharm Ulm auch sehr deutliche Führungen verspielen kann, das hat die Anhängerschaft vor dreieinhalb Wochen gegen Heidelberg allerdings leidvoll erfahren. Und dann war da ja auch dieses Spiel in der Halbfinalserie der Play-offs in der Saison 2016/17, in dem Ulm zur Halbzeit gegen Oldenburg mit 27 Punkten vorne lag und noch in der Verlängerung verlor. Dass so etwas noch einmal passieren könnte, das war diesmal nicht zu befürchten. Die zweite Halbzeit begann wie die erste, nämlich mit einem Dreier von Klepeisz. Wenig später brachte sich auch Ledlum von der Freiwurflinie auf das Scoreboard. Der Ulmer Vorsprung schmolz im dritten Viertel zwischenzeitlich trotzdem auf 14 Punkte. Aber vor dem Schlussabschnitt herrschten wieder ganz klare Verhältnisse (77:55) und dabei blieb es bis zum Ende des Spiels.

    Auf Oldenburger Seite war es insgesamt eine Oneman-Show von Christopher Clemons, der am Ende mit 37 mehr als die Hälfte aller Punkte seines Teams erzielt hatte. Aber ein Mann kann natürlich kein Spiel gewinnen oder es auch nur eng gestalten gegen eine Ulmer Mannschaft, bei der mit Mark Smith, Malik Osborne, Joel Soriano, Christian Sengfelder, Tommy Klepeisz und dank eines starken persönlichen Endspurts auch Chris Ledlum sechs Spieler zweistellig punkteten.

    Beste Ulmer Werfer waren Mark Smith mit 19 und Malik Osborne mit 15 Punkten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren