Anlässlich des Abschieds wurde auch ordentlich gefeiert. Beim letzten Heimspiel der Saison haben die Verantwortlichen der SGM Buch/Obenhausen die Trainer Harry Haug und Uli Klar sowie Haugs langjährigen Weggefährten Erwin „Biebe“ Maier mit warmen Worten gewürdigt. Freundschaften fürs Leben seien in den zurückliegenden Jahren entstanden, hieß es. Sportlich sicherten sich die Bucher mit einem knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg gegen den TSV Riedlingen rechnerisch den direkten Ligaverbleib. „Für so ein Dorf ist das aller Ehren wert“, lobte Haug und kündigte an: „Jetzt lassen wir es krachen.“ Diesmal sei der Klassenerhalt besonders schwierig zu realisieren gewesen, sagte er mit Blick auf die fast abgelaufene Saison.
Die Partie begann mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, die Torhüter standen dabei mehrfach im Mittelpunkt. Die 1:0-Führung der Riedlinger entsprang aus einem Foulspiel im Bucher Strafraum. Nils Ebner brachte seinen Gegenspieler ebenso unnötig wie unstrittig zu Fall, der Riedlinger Spielertrainer Raphael Sontheimer nahm das Geschenk an und verwandelte sicher (33.). Noch vor dem Seitenwechsel gelang Manuel Schrapp per Abstauber der Ausgleich (41.). In Halbzeit zwei entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch mit Großchancen hüben und drüben. Schrapp erwies sich dabei aus Sicht der Hausherren als Chancentod. Gleich zweimal tauchte er alleine vor Gästeschlussmann Kevin Murani auf, konnte diesen aber nicht überwinden (49., 84.). Das entscheidende Tor zum 2:1 gelang Niklas Riedel nach bewährtem Bucher Muster: Einwurf-Kopfball-Tor (55.).
Trotz eines Blitzstarts hatte der TSV Neu-Ulm keinen glücklichen Tag erwischt und verlor zu Hause gegen den FC Wangen mit 4:5. Bereits nach einer Viertelstunde lagen die Neu-Ulmer mit 3:0 in Führung. Benjamin Klingen (3., 13.) sowie Christopher Renz (15.) sorgten für einen vermeintlich komfortablen Vorsprung. Noch vor der Pause glichen die Allgäuer jedoch aus (17., 39., 40.) und sie setzten auch nach dem Seitenwechsel ihren Sturmlauf mit zwei weiteren Treffern fort (47., 70.). Der späte Anschlusstreffer von Mike Schneider änderte nur noch etwas an der Optik (87.).
Ebenfalls auf verlorenem Posten stand Türkspor Neu-Ulm bei seinem Auftritt in Blaubeuren. „Man hat gemerkt, dass es bei denen noch um etwas ging“, lautete die nüchterne Analyse von Neu-Ulms Trainer Florian Peruzzi nach der 0:2-Niederlage.
Eine starke Vorstellung inklusive eines ganz wichtigen Sieges gelang dem SC Staig. Beim FV Biberach sicherte sich der Aufsteiger durch Tore von Silvan Laib (3.), Max Bachner (14., 51.) sowie Robin Marc Häußler (80.) einen 4:1-Sieg und und wahrte damit die Chance, am letzten Spieltag in einer Woche doch noch den direkten Klassen erhalt zu schaffen.
Endgültig vorbei ist dagegen die Landesliga-Zeit von Srbija Ulm. Die Ulmer sind mittlerweile zu einer Art Selbstbedienungsladen für gegnerische Mannschaften geworden und verloren zu Hause auch gegen Schlusslicht FV Bad Schussenried mit 1:2. Weil der SSV Ehingen-Süd aus der Verbandsliga absteigt, war diese Niederlage nun auch der Schlussakkord in der Landesliga für die Ulmer.
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