Nur ein Sieg aus den sechs Bezirksliga-Spielen nach der Winterpause, mittlerweile Tabellenplatz neun und am Donnerstagabend im Bezirkspokal die 0:4-Abfuhr beim A-Kreisligisten FC Neenstetten – am Tag danach hat der SV Offenhausen die Reißleine gezogen und sich von Trainer Dragan Trkulja getrennt. Noch Anfang Februar war sein Vertrag verlängert worden. „Mir gefällt das auch nicht“, sagt Vereinschef Chris Kölle: „Aber die Ergebnisse sprachen nicht mehr für ihn und er war lange genug Profi, um zu wissen, wie es läuft.“ Die Nachfolge von Trkulja tritt Oliver Woithe an, der über viele Jahre beim SV Offenhausen als Trainer der zweiten und Co-Trainer der ersten Mannschaft gearbeitet hat.
Nun sieht Kölle die Mannschaft in der Verantwortung, der Wunsch nach einem neuen Trainer kam wohl auch aus Spielerkreisen: „Ich gehe davon aus, dass sich nun sehr schnell etwas ändert.“ Aus Sicht des SV Offenhausen am besten schon im Heimspiel gegen die TSG Ehingen am Sonntag (15 Uhr).
Der TSV Kettershausen/Bebenhausen blickt auf ein erfolgreiches Osterwochenende zurück. Die Unterallgäuer kamen am Samstag im wichtigen Kellerduell in Blaustein zu einem torlosen Unentschieden und holten am Montag gegen den FC Hüttisheim einen vorab kaum für möglich gehaltenen 1:0-Sieg. Für Trainer Selim Cicek-Bader kam dieser Dreier allerdings gar nicht überraschend. „Wir waren schon in der Vorrunde in Hüttisheim nicht die schlechtere Mannschaft, auch wenn wir knapp mit 0:1 verloren haben. Wir wussten schon, dass da was gehen kann“, sagt der ehemalige Stürmer.
Auch der These, dass ihm ein Sieg im wichtigen Kellerduell mit dem TSV Blaustein lieber gewesen wäre, widerspricht er: „Gegen Blaustein wollten wir einfach punkten. Eine Niederlage wäre schlecht gewesen.“ Er sieht seine Mannschaft voll auf Kurs: „Wir haben mit unseren 19 Punkten nach 21 Spielen schon mehr erreicht, als wir gedacht haben. Wir sind immer noch voll im Rennen um den Klassenerhalt. Das ist einfach super.“
Dementsprechend tiefenentspannt geht er in das nächste Kellerduell bei der SGM Senden-Ay (Sonntag, 15 Uhr in Senden): „Wir haben überhaupt keinen Druck. Wenn man sieht, wie die Sendener im Winter personell nachgelegt haben, dann sind ganz klar die in der Pflicht.“ Er weist auf die individuelle Klasse der Illertaler hin und will dieser die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Mannschaft als ganz großen Trumpf entgegenstellen.
„Die wichtigen Spiele kommen jetzt erst“, stellte der Sendener Spielertrainer Kubilay Yesilöz am Ostersamstag nach der 1:3-Niederlage im Derby bei der SGM Aufheim/Holzschwang fest. Immerhin langte es am Montag in Blaustein zu einem 0:0. Die SGM Senden-Ay liegt trotzdem vor dem Duell mit dem TSV Kettershausen schon fünf Punkte hinter den Unterallgäuern. Verlieren ist dort also verboten. (pim/lps)
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