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Fußball: Große Abschiedsmomente bei Türkspor Neu-Ulm

Fußball

Große Abschiedsmomente bei Türkspor Neu-Ulm

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    Alper Bagceci wurde am Freitagabend bei Türkspor Neu-Ulm auch von den Fans mit großen Emotionen, aber auch mit launigen Sprüchen und einem Augenzwinkern verabschiedet.
    Alper Bagceci wurde am Freitagabend bei Türkspor Neu-Ulm auch von den Fans mit großen Emotionen, aber auch mit launigen Sprüchen und einem Augenzwinkern verabschiedet. Foto: Horst Hörger

    Der letzte Spieltag der Saison in der württembergischen Fußball-Landesliga hatte noch einmal alles im Rucksack: Enorme Spannung, fast schon tragische Abläufe, große Abschiedsmomente und natürlich auch pure Glückseligkeit. Bereits am Freitagabend sprach Salvatore Mariano von einem „traurigen Tag“ – und das trotz der Meisterschaften seiner Mannschaft und dem Aufstieg in die Verbandsliga. Der sportliche Leiter von Türkspor Neu-Ulm musste aber etliche Verabschiedungen vornehmen. Deniz Erten, Özan Aksoy, Burak Tastan, Alper Bagceci sowie Kapitän und Torhüter Ediz Özer streiften bei der Hausaufgabe gegen den FV Biberach zum letzten Mal die Trikots von Türkspor über. Das Spiel gegen die Oberschwaben geriet nach der Übergabe des Meisterwimpels durch Staffelleiter Andreas Schele dann fast zur Nebensache. Türkspor knackte mit einem 4:3-Erfolg noch die 70-Punkte-Marke, musste sich dabei jedoch ordentlich strecken. Nach klaren Vorsprung – Onur Mutlu (5.) sowie Burak Tastan (20.) sorgten für das 2:0 – bekam auch der Absteiger seine Möglichkeiten inklusive eines Lattentreffers. Unmittelbar nach der Pause verkürzte Deniz Baris Mrden zunächst für Biberach (47.), ehe Nikola Stojnovic das dritte Tor für Türkspor gelang (55.). FV-Spieler Mike Kämpf hatte darauf die schnelle Antwort (57.) und Mrden traf mit einem satten Schuss sogar zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich (70.). Onur Mutlu war kurz vor Spielende der Schütze zum 4:3-Endstand (89.).

    Zunächst kein gutes Ende gab es für den SC Staig. Trotz eines klaren 6:2-Erfolgs gegen Srbija Ulm muss der Aufsteiger schon wieder in die Zusatzschicht: Letztes Jahr die Relegation nach oben, nun umgekehrt. „Wir wussten, dass wir es es selbst nicht in der Hand haben“, sagte der Staiger Trainer Tim Hille. Immerhin gehe man nach zuletzt zwei Siegen mit insgesamt zehn Toren mit einem guten Gefühl in die Relegation. Gegen Srbija erzielte der überragende Max Bachner alleine vier SC-Tore.

    Keine Glücksmomente hatte der Samstag für die SSG Ulm zu bieten. Die Ulmer verloren beim TSV Heimenkirch mit 0:2 und mussten damit den Platz in der Aufstiegsrelegation dem FV Weiler überlassen. Nach Türkspor und zusammen mit Weiler sind die Heimenkircher damit das Team der Rückrunde. Mit diesem Sieg zogen sie noch den Kopf aus der Schlinge, die Allgäuer belegen in der Endabrechnung den ersten sicheren Tabellenplatz.

    Keine bezirksinterne Schützenhilfe leistete in einem weiteren für Staig wichtigen Spiel, der FC Blaubeuren. Er brachte beim SV Rein-stetten eine 2:1-Führung nicht über die Zeit und kam nur zu einem 2:2.

    Ein Happy End, zumindest aus bayrischer Sicht, nahm die Saison für die Namensvettern aus Neu-Ulm und Buch. Beide gewannen ihre letzten Aufgaben in der Fremde. Dabei war der knappe 4:3-Sieg des TSV Neu-Ulm bei Schlusslicht FV Bad Schussenried durchaus im erwartbaren Bereich. Oliver Schlotter (1.) sowie Marvin Eze (18.) waren die Schützen zur 2:0-Führung gegen den Absteiger. Benjamin Klingen traf kurz vor der Pause zum 3:1 (40.), die Hausherren konterten mit dem 2:3 unmittelbar (42.). Den Schussenrieder Ausgleich kurz nach dem Seitenwechsel (48.) beantwortete Alan Broll in der Schlussphase mit dem 4:3-Endstand (84.).

    Einen positiven Abschluss fand die Ära des Trainerduos Haug/Klar beim TSV Buch mit einem 1:0-Erfolg gegen den FC Wangen. Beide Vereine waren schon vor dem letzten Spieltag in sicheren Gewässern unterwegs und treffen also auch in der kommenden Saison wieder aufeinander. Buchs Bernardo Ferreira Cruz traf ganz früh zum Tor des Tages (2.). Durch diesen Sieg gelang Buch in der Endabrechnung noch der Sprung auf einen hervorragenden fünften Tabellenrang.

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