Obwohl die ersten Entscheidungen gefallen sind, bleibt es in der württembergischen Fußball-Landesliga oben wie unten spannend. Zusätzlich lohnt sich der Blick auf das Klassement in der Verbandsliga. Sollte der SSV Ehingen-Süd dort den Klassenerhalt schaffen, reduziert sich die Zahl der Absteiger ein Stockwerk tiefer. In der Landesliga stehen mit Bad Schussenried, Kressbronn und Biberach drei künftige Bezirksligisten bereits fest. Ob ein vierter Verein den Gang nach unten antreten muss, das liegt eben an den Ehingern und es könnte Auswirkungen bis runter in die Bezirksliga Donau/Iller haben.
Srbija Ulm ist als Viertletzter nach wie vor der heißeste Tipp als möglicher vierter Absteiger. Rechnerisch nicht gesichert ist ein weiteres Quartett: Staig, Blaubeuren, Heimenkirch und Riedlingen. Wegen einer grottenschlechten Rückrunde mit lediglich zwei Erfolgserlebnissen stehen die Blaubeurer überraschend am Abgrund. Srbija hat im selben Zeitraum zwar einen Sieg mehr verbucht, insgesamt belasten aber 14 Niederlagen deren Bilanz. Zwei Absteiger in die Bezirksliga Donau/Iller kann es übrigens mathematisch nicht geben. Wenn der FC Blaubeuren oder der SC Staig noch auf den viertletzten Platz abrutschen, dann klettert Srbija Ulm dadurch automatisch nach oben.
Ein passender Gegner für den TSV Buch?
„Ein Sieg würde schon noch guttun“: Harry Haug hofft nach drei Niederlagen in Folge auf eine Trendwende. Er belegt mit seinem TSV Buch zwar immer noch Tabellenplatz sieben, möchte trotzdem endlich die kleine Negativserie beenden. Im vorletzten Heimspiel für den nach der Saison scheidenden Trainer kommt am Sonntag (15 Uhr) mit der SSG Ulm womöglich der passende Gegner ins Felsenstadion. Die Ulmer haben in Buch nämlich noch nie gewonnen und sie sind seit Mittwoch auch noch den oberen Relegationsplatz los. „Statistik, wer´s mag...“ Haug ist kein Freund von derartigen Zahlenspielen.
Dieses Wochenende könnte die eine oder andere Unklarheit beseitigen. Der SC Staig kann am Samstag (15 Uhr) beim SV Kressbronn einen wichtigen Schritt in Richtung Ligaverbleib machen. „Die haben sich gefangen, deren Abstieg ist ihrer Vorrunde geschuldet“: Staigs Trainer Tim Hille warnt vor den Kickern vom Bodensee. „Es wird kein Selbstläufer, die können befreit aufspielen“, fügt er hinzu. Personell kommt seine Mannschaft seit Wochen auf der letzten Rille daher: „Wir wollen trotzdem nicht rumjammern.“ Mit Lukas Glanz ist am Wochenende immerhin ein wichtiger Spieler wieder im SC-Kader.
Schützenhilfe könnte der TSV Neu-Ulm leisten. Die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl hat bekanntlich mit einem furiosen Auftritt am vergangenen Sonntag den Kollegen von Türkspor Neu-Ulm vorzeitig zur Meisterschaft verholfen. Im Bezirksderby wurde die SSG Ulm gnadenlos mit 8:2 abgefertigt. Nun kommt mit dem TSV Heimenkirch am Samstag (15.30 Uhr) ein Hinterbänkler ins Dietrich-Lang-Sportzentrum.
Zeitgleich steigt im Allgäu das absolute Topspiel. Tabellenzweiter gegen Meister: Beim FV Rot-Weiß Weiler ist Türkspor zu Gast. Von einem Erfolg der Neu-Ulmer könnte dann wiederum die SSG Ulm als Dritter profitieren. Dafür müsste die allerdings selbst ihren Buch-Fluch besiegen.
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