Ein Spiel und hinterher zwei Meinungen dazu – so war es auch nach dem Bezirksduell in der württembergischen Fußball-Landesliga zwischen dem SC Staig und Türkspor Neu-Ulm. Während Staigs Trainer Tim Hille von einem Unentschieden sprach, das sich wie ein Sieg anfühlt, waren es für seinen Neu-Ulmer Kollegen Florian Peruzzi zwei verlorene Punkte. Beide Trainer beurteilten auch den Ablauf beim 1:1 am Samstag durchaus kontrovers. Peruzzi haderte unter anderem mit dem leichtfertigen Umgang seiner Spieler mit ihren Torchancen. Außerdem ärgerte er sich über den Verlauf der Nachspielzeit. Der Unparteiische hatte wohl vier Minuten zusätzlich angezeigt, der Ausgleich für Staig durch Lukas Mangold fiel jedoch erst später (90.+6). „Wir hatten bis zum Ende den Glauben“, sagte dagegen Hille, für den das Ergebnis nicht unverdient war. Es fühle sich nicht gut an, man sei die bessere Mannschaft gewesen, ärgerte sich dagegen Peruzzi. Das Nachholspiel gegen den TSV Neu-Ulm am vergangenen Mittwoch hat aber Türkspor doch einige Körner gekostet. Dabei begann der Favorit aus Neu-Ulm vielversprechend, Nikola Stojnovic sorgte für das 0:1 (32.). Dann hätte man vergessen, den Deckel drauf zu machen, so der Türkspor-Trainer. Die Schlussphase des Spiels rückte nicht nur wegen des ganz späten Ausgleichs in den Fokus. Zunächst sah der eingewechselte Tobias Weibler bei Türkspor die Rote Karte (90.+4). Eine Entscheidung, bei der sich beide Trainer übrigens einig waren: vollkommen zurecht. Staigs Julian Rauner folgte nur wenig später ebenfalls vorzeitig. Er sah wegen einer Unsportlichkeit noch Gelb-rot (90.+5).
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