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Streik bei Deutsche See in Neu-Ulm: Beschäftigte fordern mehr Lohn

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Streik bei Deutsche See: Beschäftigte von Fischmanufaktur fordern mehr Lohn

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    Seit Mitternacht wird bundesweit der Fisch-Großhändler Deutsche See bestreikt, so auch die Niederlassung in Neu-Ulm.
    Seit Mitternacht wird bundesweit der Fisch-Großhändler Deutsche See bestreikt, so auch die Niederlassung in Neu-Ulm. Foto: Thomas Heckmann

    Seit Mitternacht wird bundesweit der Fisch-Großhändler Deutsche See bestreikt, so auch die Niederlassung in Neu-Ulm. Die Mitarbeiter fordern deutlich mehr Geld. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zum bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Auch an 18 anderen Standorten wird die Arbeit niedergelegt. Das könnte auch die Gastronomie zu spüren bekommen.

    Die Gewerkschaft fordert 12 Prozent mehr Lohn für alle Beschäftigten. Auszubildende sollen 300 Euro mehr im Monat bekommen. „Die Forderung ist gerechtfertigt“, sagt Michael Gutmann von der NGG. Er verweist auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die letzte Verhandlungsrunde Ende November war ohne Ergebnis geblieben.

    „Der Arbeitgeber kommt uns so gut wie gar nicht entgegen“, so Gutmann. Deshalb hätten die Beschäftigten nun zum ersten Mal in der Geschichte von Deutsche See zum Streik aufgerufen. Die Geschäftsleitung wurde bereits am Montagabend informiert. So sollte verhindert werden, dass die frische Ware verdirbt.

    Streik bei Deutsche See: Druck auf die nächste Verhandlung

    Die Stimmung in der Belegschaft ist gedrückt. „Das große Thema ist die Bezahlung“, sagt Betriebsratsvorsitzender Martin Stecher. Die Forderungen seien realistisch und nicht überzogen. Sie seien auch durch den gestiegenen Mindestlohn getrieben. Die Mitarbeiter stünden voll hinter den Forderungen.

    Der Streik soll den Druck auf die vierte Verhandlungsrunde in der kommenden Woche erhöhen. „Wir hoffen, dass der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehrt“, sagt Gutmann. Er müsse ein „gescheites Angebot“ vorlegen. Sonst seien auch weitere und längere Streiks möglich.

    Die Kunden der Deutschen See sind vor allem Gastronomen. Aber auch der Einzelhandel und Betriebskantinen werden beliefert. „Ich glaube, man wird den Streik spüren“, so Gutmann. „Die Fahrer werden heute nicht fahren.“ Das bedeute, dass in vielen Städten die Kunden leer ausgehen werden.

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