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Täter statt Opfer auf der A8 bei Ulm: Dreiste Unfall-Lüge fliegt dank Lkw-Blackbox auf

Ulm/Oberelchingen

Täter statt Opfer auf der A8: Dreiste Unfall-Lüge fliegt dank Lkw-Blackbox auf

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    Auf der A8: Vertauschte Rollen bei Unfallaufnahme.
    Auf der A8: Vertauschte Rollen bei Unfallaufnahme. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbol

    Für einige Fragezeichen in den Köpfen der aufnehmenden Polizeibeamten sorgte die Aussage eines Autofahrers am Freitagnachmittag. Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Günzburg war zu einem Parkplatz zwischen Ulm-Ost und Oberelchingen gerufen worden, um einen Verkehrsunfall aufzunehmen.

    Vor Ort tischte der 63-jährige Pkw-Lenker den Beamten eine dramatische Geschichte auf: Der andere Unfallbeteiligte, ein 42-jähriger Lkw-Fahrer aus Georgien, sei ihm auf der Autobahn gleich mehrfach aufgefahren und habe danach versucht zu flüchten. Er selbst sei angeblich völlig arglos und langsam im Verkehr auf dem rechten Fahrstreifen mitgeflossen.

    Die Blackbox überführt den Trucker

    Der beschuldigte Fernfahrer schilderte den Vorfall jedoch komplett anders – und behielt Recht. Im Zuge der Unfallaufnahme lasen die Polizisten das digitale Kontrollgerät (die „Blackbox“) des Lastwagens aus. Dadurch konnte nicht nur die Unfallstelle exakt im Raum Ulm-West lokalisiert werden, auch der zeitliche Ablauf passte überhaupt nicht zur Version des Autofahrers.

    Polizei überführt den Beschuldigten

    Eine genaue Betrachtung des Schadensbildes brachte schließlich die Wahrheit ans Licht: Der 63-Jährige war verbotswidrig auf dem Seitenstreifen gefahren und dann unmittelbar vor dem Sattelzug eingeschert. Dabei hatte er den Lkw an der Front touchiert.

    Aus dem vermeintlichen Opfer wurde damit ganz schnell der Beschuldigte: Der Mann muss sich nun wegen des gefährlichen Manövers und der Falschaussage vor der Polizei verantworten. Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand, der Sachschaden wird auf rund 4.000 Euro geschätzt. (AZ)

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