Seit 2013 ist das Wengenviertel Sanierungsgebiet. Nun sollen zum Abschluss auch die Straßen und Plätze, also der öffentliche Raum, neu gestaltet und aufgewertet werden. "Wir gehen jetzt in die finale Runde", sagt Dirk Feil, Geschäftsführer der städtischen Sanierungstreuhand (SAN).
Los geht es Anfang März mit dem ersten Bauabschnitt, der von der südlichen Wengengasse zwischen Fußgängerstraße Bahnhof-/Hirschstraße bis zur Kreuzung Sedelhofgasse geht. Die untere Wengengasse soll zur Fußgängerzone ausgebaut werden. Dabei werden sämtliche Versorgungsleitungen im Untergrund erneuert, anschließend die Straßenquerschnitte barrierefrei ausgebaut. Auch die Digitalisierung im öffentlichen Raum soll Einzug halten mit smarter Sensorik für die Baumbewässerung und angepasster Straßenbeleuchtung ganz im Sinne von „smarter Sicherheit“. Am Ende wird es zwar weniger öffentliche Stellplätze geben, aber deutlich mehr Raum für Fuß- und Radverkehr.
Wengengasse in Ulm ist dann erst mal komplett gesperrt
Während der Umbauphase von März bis Ende des Jahres ist der Bereich für den Verkehr vollständig gesperrt. Die Bauabschnitte 2 (Sedelhofgasse östlicher Teil beim Umspannwerk der SWU und Wengengasse mittlerer Teil mit dem Jakob-Griesinger-Platz vor der Wengenkirche) und 3 (nördliche Wengengasse bis vor den Wengenplatz und Heigeleshof) folgen.
Das Projekt wird zu 60 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung im Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WEP) finanziert. Die Kosten des städtischen Anteils an der Maßnahme belaufen sich auf etwa 645.000 Euro für den ersten Bauabschnitt. (AZ)