Eine Punktlandung bei der Wiedereröffnung der Brücken über die Auseen zum Beginn des Ulmer Zelts wurde zwar verfehlt. Doch am Donnerstag, 15. Juni, wurden die Holzbrücken wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Denn inoffiziell werden die (abgesperrten) Brücken seit Tagen schon benutzt, denn zuletzt fehlten nur die gepflasterten Aufgänge zu den Holzkonstruktionen.
Petition "Donausteg Sperrung aufheben" hat 1300 Unterzeichnende
Von der Haltestelle an der Ulmer Messe ist das Ulmer Zelt jetzt wieder ohne Umwege und Hürden zu erreichen. Was für die Neu-Ulmer Bürgerschaft nicht zutrifft. Diese muss aufgrund der gesperrten, weil offenbar einsturzgefährdeten Friedrichsaubrücke weiter große Umwege auf sich nehmen. Der Frust im bayerischen Teil der Donauauen ist daher groß: Über 1300 Menschen unterzeichneten bereits die Online-Petition "Forderung: Donausteg Sperrung aufheben" der beiden Neu-Ulmerinnen Sibylle Palfi und Carima Mcilhone.
Das kosteten die neuen Brücken über die Auseen in Ulm
Die Brücken über die Auseen konnten die Stadt Ulm größtenteils in Eigenleistung durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes erstellen. Die Baukosten für beide Brücken blieben mit 250.000 Euro somit überschaubar. In fünf Wochen waren die Brücken nach 1200 Stunden des Bauhofs fertig. Weil Menschen über die gesperrten Brücken liefen, musste laut Stadtverwaltung die Freigabe um fünf Werktage verzögert werden. Mehrere Arbeitsvorgänge, inklusive der Einhaltung von Trocknungszeiten, hätten dadurch wiederholt werden müssen. Außerdem sei Material von der Baustelle gestohlen worden. (heo/AZ)