Ulm Wer will sich schon mit dem Berblinger vergleichen? Mit der Stadtlegende, dem „Schneider von Ulm“, dem Flugpionier? Nein, Ralf Milde will keine protzigen Parallelen ziehen. Aber er verrät, dass ihn eine Leidenschaft mit dem großen Albrecht Ludwig Berblinger verbindet. Denn Milde kennt und liebt das Gefühl, durch die Luft zu segeln. Ob mit seinen öffentlichen Kunstwerken oder als FDP-Gemeinderatsmitglied, Milde ist einer, der die Stadt mitgestalten möchte – und nebenbei hat er seinen A-Schein als Gleitschirmflieger gemacht. Dabei ist Milde gar nicht schwindelfrei, das gesteht er selbst und lacht. Trotz Höhenangst schwärmt er vom Gefühl, durch die Luft zu schweben, die Thermik am eigenen Leib zu spüren, mit nur einem Segel über dem Kopf. Und er schwärmt gerade täglich auch für Albrecht Ludwig Berblinger. In Ulm, am Judenhof, möchte er eine neue Installation aufbauen. Berblingers Flügel will er über den Köpfen der Ulmer und Ulmerinnen schweben lassen.
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