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Ulm: Illegale Müllentsorgung in Wald und an Parkplatz – Polizei sucht nach Zeugen

Ulm

Elektroschrott, Reifen und Altöle: Umweltgefährdung durch illegale Müllentsorgung

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    Zeugen haben an mehreren Orten Berge aus illegal entsorgtem Müll gefunden. Die Polizei ermittelt wegen Umweltstraftaten.
    Zeugen haben an mehreren Orten Berge aus illegal entsorgtem Müll gefunden. Die Polizei ermittelt wegen Umweltstraftaten. Foto: Polizeipräsidium Ulm, dpa

    Seit Sonntag, 15. März, ist die Polizei auf mehrere Stellen aufmerksam geworden, an denen illegalerweise Müll entsorgt wurde. Das berichtete das Polizeipräsidium Ulm. Dabei handelt es sich neben einem Berg aus alten Reifen auch um Altöle sowie Farben und Lacke, die die Umwelt gefährden können.

    Laichingen: Illegale Müllentsorgung an mehreren Parkplätzen

    Wie das Polizeipräsidium mitteilte, wurden Zeugen am Sonntag an zwei Parkplätzen entlang der B28 bei Laichingen auf einen Berg aus alten Reifen aufmerksam. Demnach seien rund 60 Altreifen zum Teil an Haltestellen, aber auch in direkter Nähe zum Wald abgelegt worden.

    Die Polizei geht davon aus, dass die Reifen mit einem größeren Fahrzeug oder Transporter an die Parkplätze gebracht worden sind. Die Täter und auch der genaue Tatzeitpunkt sind aktuell jedoch noch unbekannt. Gegen die Täter laufen nun Ermittlungen wegen einer Umweltstraftat.

    Schelklingen-Gundershofen: Spaziergänger stoßen auf umweltschädlichen Müllberg

    Nur einen Tag später stießen Spaziergänger in einem Wald bei Schelklingen-Gundershofen auf einen weiteren Müllberg. Wie das Ulmer Polizeipräsidium mitteilte, handele es sich um mehrere Kubikmeter Unrat, den die Täter in den vergangenen Tagen auf einer Rasenfläche im Wald unterhalb der Buchtalhütte abgeladen haben. Konkret befinde sich der Müllberg in der Nähe der Zufahrt K7410, wenige Meter vom Landkreis Reutlingen entfernt.

    Wie die Polizei mitteilte, bildete sich der Müllberg aus alten Möbeln, Elektroschrott und Autoreifen. Zudem seien auch neun blaue und helle Kanister Teil des Müllberges. Darin haben sich laut Polizei rund 200 Liter umweltschädlicher Flüssigkeiten befunden. In den Kanistern fanden sie vor allem Altöle. Durch diese drohe eine „Gefahr für die Umwelt“, teilte die Polizei mit.

    Aktuell gehen die Beamten davon aus, dass jemand „aus dem privaten Bereich und womöglich auch aus einem Gewerbebetrieb die umweltgefährdenden Überbleibsel“ im Wald entsorgte. Auch in diesem Fall leitete die Polizei Ermittlungen wegen einer Umweltstraftat ein.

    Kappel-Bad Buchau: Öle in Wasser gelaufen

    Ein ähnliches Bild bot sich Einsatzkräften am Donnerstag, 19. März, in Kappel, einem Ortsteil von Bad Buchau im Landkreis Bieberach. Wie das Polizeipräsidium Ulm mitteilte, fanden Zeugen im Bereich der Unterbachstraße Müll und Elektroschrott in einem Gewässergraben. Außerdem fanden sie auch Behälter mit Farben, Lacken und Ölen in dem Graben.

    Laut Aussagen der Feuerwehr Bad Buchau seien die Öle bereits ausgelaufen und ins Wasser gelangt. Die Feuerwehr setzte Bindemittel ein. Dadurch verhinderten die Einsatzkräfte, dass es zu einer Gefahr für die Umwelt kam. Auch in Kappel ist bislang nicht bekannt, wer die Täter sind und wann sie den Müll im Gewässergraben entsorgt haben.

    Umweltstraftaten: Polizeipräsidium bittet um Hinweise

    In allen Fällen spricht das Polizeipräsidium Ulm von Umweltstraftaten. Nun ermitteln Spezialisten der Abteilung Gewerbe und Umwelt gegen die unbekannten Täter. Die Polizei bittet Zeugen darum, bei der Aufklärung der Umweltstraftaten zu helfen.

    Für die Fälle von Laichingen und Schelklingen-Gundershofen ist das Polizeipräsidium Ulm zuständig. Zeugen erreichen die Beamten unter der Telefonnummer 0731/188-3812.

    Für den Fall um die illegale Müllentsorgung in Kappel ist die Polizei Bieberach zuständig. Sie bittet um Hinweise unter den Telefonnummern 07371/938-0 oder 07351/447-0.

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