„Die Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnologie wächst derzeit sehr stark, und damit auch unser Bedarf an hoch qualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren“, sagt der Hensoldt-Chef Oliver Dörre in einer Mitteilung zitiert.
2025 hat Hensoldt nach eigenen Abgaben rund 1.200 Mitarbeitende eingestellt und plant im laufenden Jahr 1.600 Neueinstellungen, vornehmlich in Deutschland. Insbesondere die Standorte Ulm, Oberkochen/Aalen und Immenstaad am Bodensee wachsen stark. In den gängigen Job-Portalen hat Hensoldt knapp 100 Stellen in Ulm ausgeschrieben.
Aumovio gehörte zu Continental
Währenddessen baut Aumovio Stellen ab. Das von Continental abgespaltene Unternehmen will in Ulm/Neu-Ulm ein Drittel der Stellen abbauen, 270 an der Zahl. Die im vergangenen Jahr vom Riesen Continental abgespaltene Tochter umschreibt den Stellenabbau als eine neue „strategische Ausrichtung ihrer weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um ihre führende Markt- und Technologieposition in einem herausfordernden Marktumfeld abzusichern.“ Vor allem die Konkurrenz aus China macht dem Unternehmen Sorgen.
Für die Standorte Ulm, Markdorf und Lindau bedeutet dies Veränderungen. Aumovio kündigt ein Projekt unter dem Titel „Von Arbeit in Arbeit“: Gemeinsam mit den Sozialpartnern und regionalen Unternehmen arbeitet das Unternehmen aktiv an Perspektiven, um Beschäftigten neue berufliche Wege zu eröffnen und dabei regionale Chancen zu nutzen.
„Die Kooperation mit Hensoldt ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Veränderungen sozialverantwortlich gestalten. Sie verbindet regionale Chancen mit den vielfältigen Kompetenzen unserer Kolleginnen und Kollegen – und schafft so einen echten Mehrwert für beide Unternehmen“, sagt dazu Ingo Holstein, der Aumovio Chef. (AZ)
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