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Ulm: Larkin Poe im Ulmer Zelt: Zwei funkelnde Sterne am Bluesrock-Himmel

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Larkin Poe im Ulmer Zelt: Zwei funkelnde Sterne am Bluesrock-Himmel

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    Sie sind die neuen Sterne am Bluesrock-Himmel: die Schwestern Rebekka und Megan Lovell alias Larkin Poe. Im Ulmer Zelt haben sie viele neue Fans dazugewonnen.
    Sie sind die neuen Sterne am Bluesrock-Himmel: die Schwestern Rebekka und Megan Lovell alias Larkin Poe. Im Ulmer Zelt haben sie viele neue Fans dazugewonnen. Foto: Reinhard Pfetsch

    Schade, schon vorbei: Nach eineinhalb Stunden gehen Larkin Poe von der Bühne und lassen ein rundum glückliches Zelt-Publikum zurück. Der Auftritt hätte getrost noch ein wenig länger dauern können, denn die bluesrockenden Schwestern Rebekka und Megan Lovell sind in ihrem Fach eine absolute Sensation. Ins Zelt werden sie wohl so schnell nicht mehr kommen, denn das wird ihnen langsam zu klein. Im Herbst kommt die Band noch einmal auf Deutschland-Tour, doch der wesentlich größere Circus Krone in München ist schon weitgehend ausverkauft. Wer jetzt in Ulm dabei war, hat Glück gehabt. 

    Rebekka und Megan Lovell alias Larkin Poe sind mit unglaublichem Talent gesegnet
    Rebekka und Megan Lovell alias Larkin Poe sind mit unglaublichem Talent gesegnet Foto: Reinhard Pfetsch

    Warum waren sie nicht schon früher da? Offenbar touren die beiden Schwestern aus US-Bundesstaat Georgia schon seit 18 Jahren durch Deutschland. So erzählt es jedenfalls Sängerin Rebekka Lovell, die Stimme des Duos. Die zwei haben 2005 bereits im Teenageralter begonnen als Musikerinnen durch die Gegend zu ziehen, zunächst noch als Akustik-Trio mit ihrer ältesten Schwester Jessica. Doch Megan und Rebekka war diese Musik zu harmlos, wie sie mal in einem Interview erzählten, sie wollten es gerne etwas rauer haben, und "viel weniger höflich". 

    War haben Larkin Poe mit Edgar Allan Poe zu tun?

    So entstanden 2013 Larkin Poe, benannt nach einem ihrer Vorfahren, der Kutschenfahrer im amerikanischen Bürgerkrieg und angeblich ein entfernter Cousin von Edgar Allan Poe war. Seither haben sich die Schwestern durch extrem fleißiges Touren einen Namen gemacht, sich eine Grammy-Nominierung erspielt und sie standen schon zusammen mit den Stars der Bluesrock-Szene auf der Bühne, wie etwas Joe Bonamassa. 

    Larkin Poe biedern sich nirgendwo an, sondern spielen eine sehr tief in den Blues-Traditionen verwurzelte, aber ausgesprochen muskulös-rockige Musik. Dabei ergänzen sich die Talente der beiden unfassbar gut. Rebekka Lovell (32) ist als Sängerin mit einer eigentlich sehr schönen Countrystimme gesegnet, die mühelos in die oberen Lagen klettern kann, ohne dass sie angestrengt pressen muss, wie so viele andere in diesem Genre. Sie verleiht den rauen Bluesrock-Riffs eine angenehme Eleganz. Zudem spielt sie sehr kompetent Gitarre. Und sie ist die sympathische Frontfrau, die den Kontakt zum Publikum hält und mit einem Lächeln im Gesicht die gemeinschaftsstiftende Kraft der Livemusik beschwört. Ihre ältere Schwester Megan (34) hält sich zurück, singt die Harmoniestimme, zupft im Hintergrund die Slidegitarre. Ihre Stunde schlägt in den Soli: Sie spielt eine unglaublich präzise und dennoch schön raue Slidegitarre. Was für ein Talent! Dafür spendet das Publikum im Zelt immer wieder zu Recht einen Sonderapplaus. 

    Im Ulmer Zelt bekommen Larkin Poe extra langen Applaus

    Es ist eines dieser Konzerte, in dem wieder viele Musiker vor der Bühne stehen und die hinterher beinahe ehrfürchtig ihre Anerkennung bekunden. Und es stimmt ja: Larkin Poe sind die jungen Sterne am Bluesrock-Himmel, die dem traditionell eher männerschweißigen Genre ihre eigene, weibliche Perspektive gegenüberstellen wollen. Das ist ihr erklärtes Ziel und das gelingt ihnen auch. Die zwei sind großartige Musikerinnen, die sich mit viel Können und Fleiß ihren Weg in dieses Männergenre gebahnt haben. Das Zelt-Publikum spendet nach jedem Stück derart ausgiebigen Applaus, dass Rebekka Lovell immer mal wieder versucht, die Begeisterung zu dämpfen, damit es endlich weitergehen kann. Am Abend müsse man noch in den Bus steigen und nach England reisen, sagt sie. Doch angesichts er Begeisterung würden die Köpfe so stark anschwellen, dass sie nicht mehr in den Bus passten. Ehrlich gesagt ist das uns als Publikum eher egal, denn die Begeisterung muss ja auch irgendwie raus. 

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