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Uniklinik Ulm von Hackerangriff betroffen: Daten von 1600 Patienten gestohlen

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Uniklinik Ulm von Hackerangriff betroffen: Daten von 1600 Patienten gestohlen

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    Ein Cyberangriff auf Daten von Patienten beschäftigt Universitätskliniken im Südwesten. (Symbolfoto)
    Ein Cyberangriff auf Daten von Patienten beschäftigt Universitätskliniken im Südwesten. (Symbolfoto) Foto: Sina Schuldt/dpa

    Bei einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister sind verschiedene Daten von rund 61.000 Patientinnen und Patienten der Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen entwendet worden. Das teilten die Kliniken mit. Das Ausmaß der gestohlenen Daten ist unterschiedlich.

    Laut dem Uniklinikum in Freiburg betrifft der Vorfall einen Teil der Patientinnen und Patienten mit privater (Zusatz-)Versicherung sowie Selbstzahler. Demnach wurden von rund 54.000 Menschen Stammdaten wie Name, Geburtsdatum und Adresse gestohlen. In rund 900 Fällen seien zudem Rechnungsdaten entwendet worden. Daraus können Informationen zu Diagnose und Behandlungsart hervorgehen.

    Stammdaten von rund 1600 Patienten der Uniklinik Ulm gestohlen

    Das gleiche Bild in Ulm, wo im Jahr rund 56.000 Patienten stationär behandelt werden: Dort stahlen die Cyberbetrüger ebenfalls Stammdaten (Name, Geburtsdatum und Adresse) von rund 1600 Patientinnen und Patienten mit Wahlleistungen, die in den vergangenen zehn Jahren dort behandelt wurden. In etwa 300 Fällen seien zudem rechnungsrelevante Daten entwendet worden, teilte die Universitätsklinik mit.

    „Der Diebstahl von Gesundheitsdaten stellt für die Betroffenen einen gravierenden Eingriff dar, da es sich hierbei um äußerst sensible Informationen handelt“, wird Prof. Dr. Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Ulm, in der Mitteilung zitiert. „Wir nehmen den Vorfall daher sehr ernst und erwarten vom betroffenen Dienstleister eine vollständige und transparente Aufklärung. Gleichzeitig behalten wir uns rechtliche Schritte vor.“

    Hackerangriff an Unikliniken: Patientenversorgung nicht beeinträchtigt

    In Tübingen wurden Gesundheitsdaten von rund 1200 Menschen mit privater (Zusatz-)Versicherung gestohlen. Darunter sind Inhalte aus Patientenakten, Diagnosen, Diagnosecodes sowie sonstige konkrete Angaben zu Erkrankungen, Behandlungen oder Gesundheitsverläufen. Dies ermögliche Aussagen über den Gesundheitszustand der Person. Vom Klau allgemeiner Finanzdaten seien 3.800 Menschen betroffen, teilte das Uniklinikum mit.

    Der externe Dienstleister rechnet nach Auskunft der Kliniken für zahlreiche Kliniken in Deutschland Leistungen bei Patientinnen und Patienten mit privater oder wahlärztlicher Leistung ab. Die Patientenversorgung oder die klinischen Systeme seien zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen.

    Der Cyberangriff war Mitte April. Die betroffenen Universitätskliniken in Baden-Württemberg stoppten die Datenübertragung an den Dienstleister.

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