Vandalismus: Stadt Ulm setzt jetzt Videoüberwachung am Schulzentrum Wiblingen ein
Ulm
Immer wieder Vandalismus: Stadt Ulm setzt jetzt Videoüberwachung am Schulzentrum Wiblingen ein
Am Oster-Wochenende richten Vandalen einen Schaden von über 10.000 Euro an. Jetzt greift die Stadt Ulm durch und hat bereits Videokameras installiert, die den Außenbereich überwachen.
Der Außenbereich des Schulzentrums Wiblingen wird ab sofort mit Videokameras überwacht. Hintergrund sind anhaltende Vandalismus-Vorfälle.Foto: Thomas Heckmann (Archvbild)
Am Schulzentrum Wiblingen kommt es seit Jahren immer wieder zu Vandalismus-Vorfällen. Zuletzt am vergangenen Oster-Wochenende. Bislang Unbekannte richteten laut Polizei einen Schaden in Höhe von mehr als 10.000 Euro an. Vier Fensterscheiben wurden eingebrochen, zwei Smartboards zerstört und zwei Schränke aufgebrochen. Die Stadt Ulm will jetzt durchgreifen und setzt nun Videokameras ein, um den Außenbereich des Schulgeländes zu überwachen. Weitere Vandalismus-Vorfälle sollen so verhindert werden.
Wann genau sich der jüngste Vandalismus-Vorfall am Schulzentrum in Wiblingen ereignete, ist der Polizei noch nicht bekannt. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Aufgefallen sei der Schaden in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. Die Schule aber sei ab Gründonnerstag und über die Feiertage geschlossen gewesen. Insofern sei noch nicht abschließend geklärt, wann der oder die Vandalen über die Rückseite des Gebäudekomplexes zugeschlagen haben. Auch die genaue Schadenshöhe ist noch offen. Geschätzt wird sie auf eine fünfstellige Summe.
Die Polizei ist am Schulzentrum Wiblingen immer wieder im Einsatz. So zum Beispiel im Februar, weil ein Schüler Reizgas versprüht haben soll. Im Juni vergangenen Jahres wurden schon einmal mehrere Scheiben am Wiblinger Schulzentrum eingeworfen. Im Oktober 2023 gelangten Einbrecher ins Schulgebäude und klauten aus einem Büro Bargeld aus einer Geldkassette. „Es ist immer wieder was los“, sagt ein Polizeisprecher.
Stadt Ulm installiert Videokameras am Schulzentrum Wiblingen
Die Stadt Ulm hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche präventive Maßnahmen umgesetzt, darunter mehr Beleuchtung und mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst. Auch sei die öffentliche Nutzung des Schulgeländes zeitlich eingeschränkt worden. „Trotz dieser Maßnahmen kommt es weiterhin zu zahlreichen Vandalismusvorfällen“, so ein Sprecher der Stadt Ulm. „Daher ist die Videoüberwachung notwendig geworden.“
Elf Kameras wurden laut einem SWR-Bericht installiert, schon seit Mittwoch läuft demnach die Videoüberwachung. Sie aber soll ausschließlich außerhalb der Unterrichtszeiten in der Zeit von 17 bis 6 Uhr erfolgen und ausgewählte Außenbereiche erfassen. „Die Daten werden zeitlich begrenzt gespeichert, der Zugriff ist ebenfalls streng reglementiert“, erklärt der Stadtsprecher. „Die rechtliche Zulässigkeit der Videoüberwachung wurde vorab intensiv geprüft.“ Ziel ist es, Vandalismus und Straftaten besser aufklären zu können.
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