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Polizei verhindert Maibaum-Diebstahl in Bubenhausen

Weißenhorn

Polizei verhindert Maibaum-Klau in Bubenhausen: Diebe zeigen sich „einsichtig“

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    In Bubenhausen versuchten etwa 20 Personen den Maibaum zu stehlen.
    In Bubenhausen versuchten etwa 20 Personen den Maibaum zu stehlen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

    In Weißenhorner Stadtteil Bubenhausen ist in der Nacht zum Ostermontag versucht worden, den Maibaum zu stehlen. Eine Anwohnerin habe den versuchten Diebstahl gegen 4.25 Uhr bemerkt und die Polizei informiert, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West auf Nachfrage mitteilt. Jene mutmaßlichen Diebe, die sich bei ihrer Tat auf das Brauchtum bezogen, hätten den Baum wieder zurückgestellt, nachdem sie von den eintreffenden Beamten vor Ort angetroffen wurden.

    Rund 20 Personen mit einem Traktor hätten die Beamten festgestellt, die offenbar gerade dabei waren, den bei der Feuerwehr Bubenhausen abgelegten Maibaum zu stehlen. Die Polizisten hätten mit jenen Personen gesprochen. Daraufhin habe der Traktorfahrer den Baum wieder zurückgebracht und an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt.

    Maibaum-Diebe in Bubenhausen wollten wohl eine Auslöse erhalten

    Hintergrund der Aktion soll ein üblicher Brauch gewesen sein: Der Maibaum-Klau ist nämlich eine jahrhundertealte Tradition. Bevor der Baum in den Gemeinden zum 1. Mai aufgestellt wird, liegt er meist bewacht und gesichert herum. Unter anderem, um ihn schmücken zu können. Schafft es aber jemand, den Baum zu entwenden, wird meist eine Auslöse fällig. In der Regel müssen die Bestohlenen ein Vesper oder eine gewisse Anzahl an Liter Bier springen lassen.

    Im vorliegenden Fall kam es dazu aber nicht. Die Polizei konnte den Diebstahl verhindern, so der Sprecher. Eine Bewachung des Baums habe es nicht gegeben. Jene 20 Personen hätten sich „soweit einsichtig“ gezeigt, sagt der Polizeisprecher. Aus welchem Nachbarort oder zu welcher Gruppierung sie gehören, kann nicht gesagt werden. Alle kommen aber wohl aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Weißenhorn.

    Polizei muss Diebstahl nachgehen: „Wir wollen keine Spielverderber sein“

    Den Beamten sei das Brauchtum bekannt und bewusst. „Wir wollen keine Spielverderber sein“, so der Sprecher. Er erklärt aber gleichzeitig: Wenn eine Mitteilung bei der Polizei zu einem möglichen Diebstahldelikt eingeht, seien sie gesetzlich dazu verpflichtet, den Sachverhalt der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorzulegen. Das werde auch hier getan.

    Der Polizei stehe eine solche Bewertung zwar nicht zu, es sei aber davon auszugehen, dass die Tat ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben wird. Jedoch habe jeder vermeintliche Spaß auch seine Grenzen. Zum Beispiel dann, wenn die Bestohlenen keine Auslöse zahlen wollen oder der Maibaum mutwillig zerstört wird. „Dann ist das nicht mehr durch Brauchtum gedeckt. Dann bekommt das eine ganz andere Wertigkeit.“

    Andreas Kast, Kommandant der Feuerwehr Bubenhausen, war in jener Nacht zwar nicht vor Ort. Dafür aber der Vorstand des Feuerwehrvereins. Dass die Polizei informiert wurde, dafür könne er nichts. Das sei „nicht gewollt“ gewesen, sagt er. „Wir hätten ihn auch ausgelöst“, so Kast. Der Baum sei zwar abgedeckt, aber ungesichert auf einem öffentlichen Platz gelegen. Inzwischen sei er versteckt worden. Die 20 Personen seien wohl nicht näher bekannt. „Ein zusammengewürfelter Haufen“, meint der Kommandant.

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