Direkt nach der diesjährigen Messe hat der Veranstalter noch keine Entscheidung getroffen. Jetzt ist klar: Die Ulmer Verbrauchermesse „Leben, Wohnen, Freizeit“ (LWF) steht nicht länger auf der Kippe. „Wir machen weiter“, sagt Stephan Drescher, Messechef und Geschäftsführer der Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft (RVG).
Den Ausschlag für die Entscheidung hat eine Befragung der Ausstellungsbetriebe gegeben, mit dem Ergebnis: Die meisten wollen weiterhin dabei sein. Jetzt geht der Veranstalter in die Vollen: Für den Messetermin im April hat die RVG bis ins Jahr 2030 jeweils das komplette Messegelände reserviert. Die LWF soll also wachsen, und das deutlich.
„Wir wollen mit der LWF zurück zur alten Größe“
„Wir wollen mit der LWF zurück zur alten Größe, das ist unser erklärtes Ziel“, sagt Drescher. Von 2025 auf 2026 war die Veranstaltung bereits um eine Messehalle gewachsen. Ab sofort werden alle sieben Messehallen plus das Freigelände bespielt. Dann sollen auch beide Messe-Eingänge genutzt werden können: der an der Böfinger Straße neben der Donauhalle und der zweite hinten zum Festplatz hin.
Etwa 300 Betriebe will die RVG für die kommende Messe gewinnen – im April hatten sich 220 beteiligt. Damals wurden 26.000 Gäste auf dem Messegelände gezählt. 2027 sollen es mehr werden: „35.000 bis 40.000 Besucher wären ein sehr gutes Ergebnis“, sagt Drescher.
Im kommenden Jahr sollen Themen ausgebaut werden – etwa das Thema Sport, das sich in Halle 4 abspielen wird, dort wird es auch ein Mitmachprogramm geben. Die gesamte Halle 2 wird sich um Bücher und Literatur drehen. Neu hinzu kommt das Thema Kunst: Die internationale Ulmer Kunstmesse „Kunst Schimmer“ soll als „Messe in der Messe“ in die Verbrauchermesse integriert werden. Sie hatte 2019 zuletzt stattgefunden.
Mit der Neuauflage der LWF im Jahr 2025 waren die Aussteller unzufrieden
2027 wird die LWF wieder nach den Osterferien stattfinden, vom 8. bis 11. April. „Der Frühjahrstermin hat sich für uns bewährt“, sagt Drescher. Als ein Jahr zuvor im Juni der Neubeginn der Messe eingeleitet wurde, waren die Aussteller mit den Besucherzahlen unzufrieden. Die RVG vermutete, dass das heiße Wetter der Auslöser war. In diesem April hat sich laut Drescher gezeigt: „Die Veranstaltung ist immer noch in Köpfen und Herzen der Besucher.“
Nachdem Besucher auf der LWF Opfer von Betrügern wurden, seien direkt alle Messekollegen informiert worden, betont er. Nun würden Aussteller aus dem Bereich Antiquitäten und Goldankauf schlicht nicht mehr zugelassen. Auch andere Messekollegen würden so reagieren, um die Aktivität von Betrügern auszuschließen, erklärt Drescher, der noch immer im Austausch mit der Polizei steht. „Das Ziel ist, dass die Betrüger bestraft werden“, betont er.
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