„Wir sind nun die Gestalter unserer Heimat“: Roggenburgs neuer Gemeinderat nimmt die Arbeit auf
Roggenburg
„Wir sind nun die Gestalter unserer Heimat“: Roggenburgs neuer Gemeinderat nimmt die Arbeit auf
Roggenburg hat mit Thomas Franke einen neuen Ersten Bürgermeister. Und auch eine Hälfte des Gremiums sitzt in dieser Legislaturperiode erstmals am Ratstisch.
Vor den Mitgliedern des neuen Roggenburger Gemeinderates liegt laut Bürgermeister Thomas Franke eine prall gefüllte Agenda mit Themen.Foto: Manuela Rapp
Denn: Frischgebacken ist nicht nur der Ortschef – auch die Hälfte der insgesamt 14 Räte sitzt in der Wahlperiode 2026 bis 2032 erstmals mit am Tisch. Konkret sind das Manuel Korn, Michael Blum, Julian Lamprecht, Arnulf Strobel, Nikolaus Berchtold, Stefan Kast sowie Thomas Bechtold. Wiedergewählt wurden neben Josef Müller Johannes Schmid, Martina Leicht, Michael Strobel, Andreas Bader, Joachim Graf und Ernst Ederle.
Die Hälfte des Roggenburger Gemeinderats ist neu gewählt
Thomas Franke sieht „in einem derart großen Wechsel gleichzeitig Risiko und Chance“. Er sprach von den Möglichkeiten und der Verantwortung, die dem Gemeinderat mit seiner Wahl mit auf den Weg gegeben worden sei – dies zum Wohle der Kommune und der Bürgerschaft. Was er konkret damit meint: „Hier, an diesem Tisch, werden Entscheidungen getroffen, die das tägliche Leben unserer Bürger unmittelbar beeinflussen.“ Als da wären beispielsweise: Infrastrukturprojekte jeglicher Art, neue Baugebiete oder Kindergärten und Schulen.
Die kommenden sechs Jahre, so Thomas Franke, „sind wir nun die Gestalter unserer Heimat“. Mehr noch: Diese Entscheidungen würden zum großen Teil weit über die Legislaturperiode hinaus Wirkung entfalten. Noch einmal hob der Bürgermeister die dem innewohnende Verantwortung hervor, betonte aber auch die spannende Aufgabe, die vor dem Gremium liege.
Freilich: „Nicht jede Entscheidung wird populär sein und nicht jeder Wunsch lässt sich sofort erfüllen“, befand er. Umso wichtiger für ihn: eine transparente und nachvollziehbare Beschlussfassung. Dass sich die Roggenburger Bürgerschaft auch weiterhin am politischen Willensbildungsprozess beteiligen solle, untermauerte Franke ebenfalls: „Das Engagement vieler hält unsere Demokratie und unsere örtliche Gemeinschaft lebendig.“
Die Agenda für die kommende Amtsperiode sieht Thomas Franke bereits prall gefüllt
Das Fundament für die künftige Arbeit ist jedenfalls nach Ansicht des Bürgermeisters gelegt. Er bedankte sich bei „unseren Vorgängern im Gemeinderat und insbesondere im Amt des Ersten Bürgermeisters“. Roggenburg habe in den vergangenen 30 Jahren eine beachtliche Entwicklung erfahren. „Mit unglaublichem Fleiß, mit Mut und Weitsicht wurde gestaltet, was uns heute bereits als tägliche Selbstverständlichkeit begegnet.“ Doch bei all dem gelte es, sich den stetig neuen Herausforderungen zu stellen, „und Antworten auf die Ansprüche unserer Zeit zu finden“. Eine Gemeinde sei nie fertig.
An die Anwesenden appellierte Thomas Franke, „eine solide, ehrliche, transparente und erfolgreiche Arbeit für unsere Gemeinde zu leisten.“ Diesen Auftrag hätten sie von der Bürgerschaft erhalten. Dazu gehöre „von Anfang an ein offenes und vertrauensvolles Klima zu schaffen“, nahm er das Ratsgremium in die Pflicht. Das bedeute aber auch, Mehrheitsentscheidungen mitzutragen, auch wenn die eigenen Vorstellungen nicht überzeugen konnten. Dies zu akzeptieren und diese Meinung bei Bedarf ebenfalls außerhalb zu vertreten – davon lebe die Demokratie.
Ob digitaler Wandel, Klimaschutz vor Ort oder die Sicherung sozialer Stabilität: Die Agenda für die kommende Amtsperiode sieht Thomas Franke bereits prall gefüllt. Seine Einladung: „Bringen wir Roggenburg weiter, unterstützen wir jeden einzelnen Ortsteil so gut es geht.“
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Zum zweiten Bürgermeister wurde – wie schon in der vergangenen Amtsperiode – Johannes Schmid gewählt. Manuel Korn unterlag beim Votum um das Amt des dritten Bürgermeisters dessen bisherigem Inhaber Joachim Graf.
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