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Auf geht’s in die Politik, Frauen!

Auf geht’s in die Politik, Frauen!
Kommentar Von Dorothee Pfaffel
06.03.2020

Plus Nur 27,5 Prozent der Kandidaten bei der Kommunalwahl in Neuburg-Schrobenhausen sind Frauen. Im 21. Jahrhundert ist dieser Zustand nicht länger hinnehmbar.

Ja, man könnte diese Bilanz schlicht als ernüchternd bezeichnen: Nur 27,5 Prozent der Kandidaten bei der Kommunalwahl im Landkreis sind Frauen. Aktuell sind in den politischen Gremien sogar noch weniger Frauen vertreten: Lediglich 23 Prozent der politisch Aktiven in Gemeinde- und Stadträten inklusive (Ober-)Bürgermeister sind weiblich. Dieser Zustand ist nicht ernüchternd, er ist erbärmlich. Und im 21. Jahrhundert mit einer Frau als Kanzlerin nicht länger hinnehmbar.


Der Frauenanteil in der Kommunalpolitik ist gering

Dass der Frauenanteil in der Politik so gering ist, hat mehrere Gründe. Einerseits liegt es an den Parteien, die meist immer noch von Männern dominiert werden. Viele Männer haben in der Vergangenheit überhaupt nicht daran gedacht, dass es sinnvoll wäre, wenn Frauen gleichermaßen vertreten wären. Und bestimmt gab und gibt es Männer, die dies überhaupt nicht wollen. Also haben sich die Parteien lange Zeit nicht aktiv um weibliche Mitglieder bemüht und deren Karrieren auch nicht sonderlich gefördert.

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Andererseits liegt es an den Frauen selbst und an der Gesellschaft. Frauen nehmen sich stets zurück, wenn es um das Wohl ihrer Familie geht. Manuela Heckl, bislang dritte Bürgermeisterin und nun wahrscheinlich bald Bürgermeisterin in Rohrenfels, sagt zum Beispiel, dass sie vor sechs Jahren noch nicht für dieses Amt kandidiert hätte – weil ihre Kinder damals noch zu jung gewesen wären. Diese Einstellung ist ehrenhaft! Und nachvollziehbar. Trotzdem kann es nicht sein, dass immer Frauen zurückstecken.

Viele Frauen hadern zu oft mit sich selbst

Auch Franziska Senner (FW) hat lange überlegt, ob ihre Kandidatur für den Neuburger Stadtrat vereinbar mit ihrem Familienleben ist. Würde sie allen Aufgaben und Menschen gerecht werden können? Frauen hadern zu oft mit sich selbst! Das muss sich ebenfalls ändern. Denn obwohl sich Senners Aussage, die Freien Wähler würden sich starkmachen für weibliche Beteiligung und familienfreundliche Sitzungsumstände, erst noch bewahrheiten muss – mit einem hat die 39-Jährige definitiv recht: Es ist typisch für Frauen, mit Genauigkeit, Ernst und Engagement an Herausforderungen heranzugehen. Deshalb liebe Frauen, weg vom Herd und ran an die Macht!

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Wie weiblich ist die Kommunalwahl im Landkreis?".

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