Weil die Jetztzeit zur Herkunft gehört, wird alljährlich an zwei Tagen im Mai mit einem vielfältigen und spannenden Programm das alltägliche Leben in den früheren Zeiten dargestellt. Vom Engagement und Ideenreichtum der Macher her, haben die Donaumoostage alljährlich das Zeug dazu, ein Publikumsmagnet zu sein. Allein das Wetter hat dazu am vergangenen Wochenende nicht so mitgespielt, wie es sich die Verantwortlichen und Besucher gewünscht hätten. Insbesondere zum Start am Samstag sah es äußerst trist aus. Gerade mal 200 Besucher waren zum Auftakt gekommen.
An den Biertischgarnituren vor dem Rosinger Hof fand sich nicht ein einziger Gast. „Viel zu kalt“ befand ein Ehepaar aus Mainburg. Am Abend beim Auftritt der „Mehlprimeln“ im Haus im Moos blieben ebenfalls etliche Stühle unbesetzt. Hobbybäcker Richard Meier aus Grasheim dagegen, hatte mit der Witterung keine Probleme. Er und der aus Stein gemauerter Backofen zogen das Interesse der Schaulustigen magisch an. „Alles Natur, ohne Hefe, mit Salz, Wasser und Sauertag, mit gemahlenen Gewürzen wie Koriander und Kümmel“, verrät er das Rezept, aus dem bei 250 Grad Hitze Roggen- und Roggenmischbrot entsteht.
Kaum sind die ersten zehn Brote gebacken, haben Franziska Roauer und Helma Hackner alle Hände voll zu tun um die Besucher gratis zu verköstigen. Mit Butter und Schnittlauch belegt, mundet das Brot vorzüglich. Gleich nebenan zeigen Albert Schaflitzl und sein Sohn, was harte Schmiedearbeit bedeutet.
Etwas enttäuscht zeigte sich der Großteil der Aussteller bezüglich des Kaufverhaltens der Besucher. „Soviel Zurückhaltung wie hier habe ich noch nirgends erlebt“, meinte einer der Anbieter aus der Hallertau.