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Schrobenhausen

06.05.2019

Ein Wochenende, 67 Filme

Zum siebten Mal findet heuer das Kurzfilmfestival BFF Fiction in Schrobenhausen statt. Der Veranstalter hofft auf viele Besucher.
Bild: Dram-Film

Das Schrobenhausener Kurzfilmfestival BFF Fiction geht in die nächste Runde. Was dort geboten sein wird.

67 Filme an einem Wochenende im Kino sehen? Geht das? Ja, das geht. Von 10. bis 12. Mai laufen im Herzog-Filmtheater in Schrobenhausen die besten Geschichten nicht kommerzieller Filmemacher aus ganz Deutschland. Bereits zum siebten Mal in Folge fungiert die Filmgruppe Dram-Film um Marcus Siebler als Organisator des Bundesfilmfestivals Fiction.

Gezeigt werden Kurzfilme, deren Länge teilweise stark variiert. So dauert der kürzeste von ihnen gerade mal eine Minute, der längste 20 Minuten. Am Freitag um 17 Uhr geht es los mit dem ersten Filmblock. Bis Samstagnacht kann man dann in insgesamt sechs Blöcken Kino satt genießen. Im Anschluss eines jeden Blocks wird die sechsköpfige Jury unter der Leitung von Adalbert Becker live im Kinosaal über die gesehenen Filme diskutieren. In diesem Jahr könnte die Jury hochkarätiger nicht sein, denn unter den hoch qualifizierten Filmliebhabern und Experten findet sich diesmal ein waschechter Hollywood-Star: Der Berliner Set Decorator Bernhard Henrich war erst 2016 für den Oscar für das beste Produktionsdesign in Steven Spielbergs Film „Bridge of Spies“ nominiert und entscheidet seither als Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Siences über die jährliche Vergabe des begehrten Filmpreises mit.

Die Bandbreite der in Schrobenhausen gezeigten Filme ist groß

Geschichten aus dem Leben, Geschichten zum Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen – das ist es, worüber die Autoren in ihren Filmen erzählen. Die gezeigte Bandbreite ist dabei enorm, die Filme in Thematik und technischer Umsetzung vielfältig und abwechslungsreich. Seit 2017 wird das Programm außerdem neben Kurzfilmen mit Spielfilmcharakter durch Experimentalfilme, Animationen und Videoclips bereichert. Da Produktionen von Filmhochschulstudenten ebenso auf dem Programm stehen wie erste Gehversuche junger Amateurfilmer, wird in zwei Kategorien abgestimmt: Autoren mit und ohne professionellen Hintergrund.

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Die Filme laufen auf der großen Leinwand des Herzog-Filmtheaters, das mit seiner fast 90-jährigen Kinogeschichte ein ganz besonderes Flair bietet. Damit ist das Kurzfilmfestival Schrobenhausen eine kleine Besonderheit unter den BDFA-Filmfestivals, müssen sich so manch andere Festival-Organisatoren doch mit einer Stadthalle, Beamer und Projektionsleinwand zufriedengeben. In Schrobenhausen wird das BFF Fiction so zu einem Kinoerlebnis der Extraklasse, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bis zum Start des Kurzfilmfestivals BFF Fiction in Schrobenhausen ist noch viel zu tun

Nach einem nächtlichen Test-screening steht das Programm für das Wochenende fest, Plakate sind geklebt, die Hotelzimmer für die Juroren, die aus allen Ecken Deutschlands und Österreichs anreisen, gebucht. „Trotzdem gibt es noch genug zu tun“, erzählt Marcus Siebler, der das Festival des Bundesverbands Deutscher Filmautoren (BDFA) 2013 erstmals nach Schrobenhausen geholt hat. Wie immer hofft der Gerolsbacher Filmemacher auf einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Er ist zuversichtlich, gab es doch in den letzten sechs Jahren noch nicht eine große Panne. Das Programm sei wieder sehr abwechslungsreich und mit einer Gesamtlaufzeit von 522 Minuten Film auch bis zum Bersten gefüllt.

Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist – dem nicht kommerziellen Grundgedanken entsprechend – frei. „Wir hoffen natürlich auf einen vollen Saal“, sagt Marcus Siebler und die Vorfreude steht ihm trotz des Stresses der Vorbereitungsarbeiten ins Gesicht geschrieben. (nr)

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