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Geologie: „Das ist ein Schatz“

Geologie

„Das ist ein Schatz“

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    Bis vor 220 Jahren war das Donaumoos (hier zwischen Rosing und Obermaxfeld) noch völlig unbewohnbares Moorgebiet. Bis zu zehn Meter tief reichte der Torf in den Boden. Heute ist der Torfkörper nur noch durchschnittlich drei Meter hoch.
    Bis vor 220 Jahren war das Donaumoos (hier zwischen Rosing und Obermaxfeld) noch völlig unbewohnbares Moorgebiet. Bis zu zehn Meter tief reichte der Torf in den Boden. Heute ist der Torfkörper nur noch durchschnittlich drei Meter hoch. Foto: Xaver Habermeier

    Aber nicht nur deshalb ist es wichtig, das Niedermoor zu schützen. Auch für Wiesenbrüter, Bachmuscheln und seltene niedermoortypische Libellenarten bleibt ein wichtiger Lebensraum erhalten. „Das ist ein Schatz“, fasste der Präsident des Landesamtes für Umwelt, Claus Kumutat, die Gründe für die Auszeichnung zusammen.

    Momentan begrenzt sich der Schutz des Niedermoores allerdings auf eine Fläche von 3,6 km2. Wo Wiesen blühen können, der Boden feucht ist und kein Dünger eingesetzt wird, dort kann der Torf auch erhalten bleiben. Der Donaumoos-Zweckverband macht auf 0,5 km2 vor, wie das funktioniert: Auf dem Weideland für die Wisente oder in den Rückhalteräumen herrschen ideale Bodenbedingungen für den 10000 Jahre alten Torf sowie für die Flora und Fauna.

    Bei allem Engagement für den Erhalt des Niedermoors ist den Naturschützern aber auch klar, dass Umweltschutz dort aufhört, wo den Landwirten die Existenzgrundlage genommen wird. „Nutzungsextensivierungen sind nur mit den Landwirten auf freiwilliger Basis zu erreichen. Und dazu braucht es auch Förderprogramme“, machte Weigert klar.

    Wie eine solche Niedermoor freundliche Landwirtschaft aussehen kann, will demnächst Ludwig Bayer ausprobieren. Auf Initiative des Kreisobmanns hin ist das Donaumoos eines von zehn deutschen Regionen, in denen das Umweltministerium alternativen Anbau testen will. Für das Donaumoos könnte sich Bayer vorstellen, verschiedene Gräser anzubauen, die dann etwa in einer Biogasanlage energetisch verwertet werden könnten. Auch schnellwachsende Bäume wären eine Möglichkeit.

    Zum Donaumoos gehören natürlich auch die 14000 Menschen, die in den Gemeinden Karlshuld, Königsmoos und Karlskron leben. Für sie gilt es in erster Linie, trockenen Boden unter den Füßen zu haben. 54 Rückhaltebecken sollen nach dem Donaumoos-Entwicklungskonzept bis 2030 zu diesem Zweck geschaffen werden. Realisiert sind bislang fünf. „Da müssen wir mehr Drehzahl machen“, lautete dazu Weigerts beliebte Aussage.

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