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Neuburg

19.11.2020

Im Lehrlingswohnheim an der Berufsschule in Neuburg ist schon Leben

Auch wenn es im Außenbereich noch einiges zu tun gibt, läuft der Betrieb im Lehrlingswohnheim an der Berufsschule in Neuburg seit rund zwei Wochen.
Bild: Manfred Rinke

Plus Vor rund zwei Wochen sind die ersten Schüler ins Übernachtungswohnheim an der Staatlichen Berufsschule in Neuburg eingezogen. Dort läuft es schon überraschend gut.

Dass wegen Corona eine große Einweihungsfeier ausfallen muss, kommt Guido Büttner gar nicht so ungelegen. „Wir haben Ober-Unterkante an Arbeit“, beschreibt der Geschäftsführer des Kreisjugendrings im Gespräch mit der Neuburger Rundschau. Dafür sorgt nicht zuletzt das neue Lehrlingswohnheim an der Staatlichen Berufsschule in Neuburg-Bittenbrunn. Die symbolische Übergabe des Wohnheimschlüssels durch Landrat Peter von der Grün und Architekt Wolfgang Obel im Rahmen der Bauausschusssitzung des Kreistages im Landratsamt reichte dem KJR-Chef daher vollkommen aus.

Denn seit zwei Wochen herrscht bereits Leben im Übernachtungswohnheim, was reichlich Mehrarbeit für den Kreisjugendring mit sich bringt, der die Einrichtung betreibt. Nach Containerlösung und der dezentralen Unterbringung in kleineren Häusern, wo es nur Frühstück gab, könnten sich die Lehrlingsschüler jetzt im neuen Wohnheim „vorkommen wie im Ritz“ (Büttner), dem legendären französischen Grandhotel. Denn nun gibt es für maximal 120 Lehrlinge in einem „einfachen, soliden, funktionalen und sehr robusten Neubau“ (Architekt Wolfgang Obel) neben den 60 Doppelzimmern mit Nasszelle (plus ein barrierefreies Einzelzimmer) auch Vollversorgung. Also zum Frühstück und Mittagessen – das von einem Caterer bezogen und von den KJR-Mitarbeitern in der Mensa ausgegeben wird – auch ein Abendessen, für das der KJR in der Mensa-Küche im neuen Wohnheim selbst sorgt. „Und die Schüler haben am Abend ganz schön Kohldampf“, hat Büttner bereits festgestellt.

Wegen der noch Minderjährigen im Lehrlingswohnheim in Neuburg gibt es eine Rundumbetreuung

Alles in allem sind die rund 20 Mitarbeiter des KJR – darunter wegen der noch Minderjährigen im neuen Übernachtungswohnheim unter anderem auch zwei Nachtbetreuer – mit dem „riesen Kasten“ (Büttner) bestens beschäftigt. Zumal die Kapazität schon nahezu ausgelastet ist. Aber auch wenn der Betrieb erst seit zwei Wochen läuft, habe sich das Team schon sehr gut zusammengefunden, sagt Guido Büttner. Und es scheint nicht nur Schülern zu gefallen, mittlerweile kämen auch schon Lehrkräfte zum Essen in die Mensa.

Symbolische Schlüsselübergabe ohne große Eröffnungsfeier (von links): Landrat Peter von der Grün, Architekt Wolfgang Obel und Geschäftsführer Guido Büttner vom Kreisjugendring, der das Lehrlingswohnheim betreibt.
Bild: Manfred Rinke

Wie Büttner bedankte sich auch der Architekt – sowie später noch Schulreferent Reinhardt Reißner und Matthias Enghuber für die Jugend – für die vorbildliche Unterstützung der zuständigen Abteilungen im Landratsamt mit dem Landrat an der Spitze. Wolfgang Obel ließ zudem noch einmal den Ablauf des Projekts, vom Spatenstich vor rund zwei Jahren bis jetzt, Revue passieren. In Bildern erlebten die Kreisräte die Entwicklung des Neubaus mit, bei dem ein Innenhof zum Verweilen einlädt. Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr dazwischen komme, so Obel, – Außenanlagen, unter anderem die Feuerwehrzufahrt, müssten noch abgerechnet werden – dann gäbe es finanziell eine Punktlandung. Man bliebe sogar um rund 150.000 Euro unter den angesetzten 8,5 Millionen Euro, wovon etwa 3,7 Millionen Euro als Zuschuss zu erwarten sind.

Ein dreigeschossiger Ausbau des Lehrlingswohnheims in Neuburg ist jederzeit möglich

Schulreferent Reinhardt Reißner zeigte sich „stolz und zufrieden für diese Aufwertung der Stadt Neuburg“. Das neue Wohnheim könnte schließlich auch bei Großveranstaltungen wie dem Schloßfest als Unterbringmöglichkeit für junge Leute dienen. Schade fand er, dass die Stadt nicht bereit war, das Wohnhaus gleich dreigeschossig bauen zu lassen – was freilich auch im Nachhinein möglich wäre.

Matthias Enghuber stellte die Frage, was nun mit den Containern, „den hässlichen Entlein“, vor dem neuen Wohnheim passieren würde. Hier sei man, so der Landrat, noch in „intensiven Gesprächen“. Im Moment würden sie jedenfalls noch stehen bleiben.

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