Vier Jahre ist es her, als es eine große Demo vor dem Kaufhof-Gebäude in der Ingolstädter Fußgängerzone gab. Die Mitarbeitenden des Kaufhauses stemmten sich mit aller Macht dagegen, dass die Filiale in der Ludwigstraße geschlossen wird. Mit Trillerpfeifen und Plakaten versuchten sie, das drohende Aus abzuwenden, sie überreichten einen dicken Ordner mit Unterschriften an den Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf. Genützt hat alles nichts, die Filiale wurde im Oktober 2020 geschlossen. Damals haben nicht nur rund 60 Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter ihre Jobs verloren, seitdem steht auch eines der größten Gebäude in der Innenstadt leer. Ideen hat es in den vergangenen Jahren viele gegeben, wie das Haus genutzt werden könnte. Nur umgesetzt worden ist davon nichts. Was die Situation im Moment umso schwieriger macht, ist die Tatsache, dass das Gebäude noch immer der Signa Group von René Benko und damit einem privaten Eigentümer gehört. Doch dessen Imperium steckt gerade mitten in der Insolvenz. Allerdings will die Insolvenzverwaltung offenbar in anderen Städten bereits Immobilien loswerden.
Ingolstadt