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Schafkopf

24.02.2013

Kartenspielen die ganze Nacht

Schafkopfmarathon: 48 Kartler klopften in der Nacht zum Sonntag stundenlang um Punkte.
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Schafkopfmarathon: 48 Kartler klopften in der Nacht zum Sonntag stundenlang um Punkte.
Bild: Xaver Habermeier

Neuburger und Loisachtalter treffen das erste Mal aufeinander und spenden einen Teil der Startgelder

„Internet macht‘s möglich“, so erklärt Johann Schlamp, der Vorsitzende der im April 2011 ins Leben gerufenen Schafkopffreunde, die erste Begegnung mit einem anderen Verein. Denn die Kartenspieler aus Großweil, das rund 20 Kilometer nördlich von Garmisch liegt, sind auf die Ottheinrichstädter durch dessen ansprechende Homepage aufmerksam geworden. „Wir haben nicht nur das Schafkopfspiel als gemeinsamen Nenner, sondern sprechen die gleiche Sprache und sind ein ähnlich uriger Haufen“, erklärt der Loisachtaler Schriftführer Ruppert Brenninger die kurze Entstehung zum ersten Treffen mit Vergleichskampf. „Und wenn heute Abend nicht die Fetzen fliegen, dann werden wir die Neuburger freilich gerne zu uns einladen“, so der Vereinschef Stefan Möck aus Großweil. Dessen Vize Burghard Ziegldrumm hatte zum ersten Vergleichskampf einen Pokal mitgebracht. Der Gastgeber Johann Schlamp erklärte eingangs des Turniers die Regularien. Auf Wunsch der Loisachtaler waren vier Mal 32 Spiele angesagt. Dann wurden die Vierergruppen – je zwei Neuburger zu je zwei Loisachtaler – für das Turnier ausgelost und die Kartler spielten anschließend stundenlang um die Punkte. Schafkopf verfügt über eine Vielzahl von Sonderausdrücken, die für Außenstehende meist nicht verständlich sind. Oftmals werden assoziative Begriffe, etwa „Tout“, „Sauspiel“ oder „Oide“, verwendet.

Ein bisschen meckern und granteln gehört dazu und sind gewissermaßen das Salz in der Suppe beim Schafkopfen. So war das auch beim Vergleichskampf im rustikalen Ambiente vom Rennertshofener Herrenhof. „Die Veranstaltung war ganz im Sinne unseres Gründungsgedankens, nämlich der Erhaltung von bayerischem Kulturgut und Karteln mit Freunden“, resümierte der strahlende Johann Schlamp, der am Sonntagvormittag die Gäste verabschiedete. Die Stadt Neuburg lernten die Gäste übrigens schon am Samstag bei Führungen kennen.

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