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Kirche: Eine Demonstration des Glaubens

Kirche

Eine Demonstration des Glaubens

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    Unterstützt von Mesner Leonhard Seitz weihte Pfarrer Martin Penkalla das Wasser im Felsgestein neben der Kapelle Willibaldsruh.
    Unterstützt von Mesner Leonhard Seitz weihte Pfarrer Martin Penkalla das Wasser im Felsgestein neben der Kapelle Willibaldsruh. Foto: Foto: Manfred Reichl

    Bergheim-Attenfeld Einen Gottesdienst mitten im Wald, das gibt es alle Jahre nur dann, wenn die zur Pfarrei Egweil gehörende katholische Filialkirchenstiftung Attenfeld anlässlich des Namenstages des Heiligen Willibald zur Kapelle „Willibaldsruh“ im unweit des Dorfes gelegenen „Brunnholz“ ruft. Dann ist das kleine, Mitte des 19. Jahrhunderts aus Stein erbaute Kirchlein das erklärte Ziel vieler gläubiger Menschen aus Stadt und Umland. Die Zeiten, in denen es 1000 Pilger und mehr waren, sind allerdings vorbei. Am vergangenen Sonntag lag die Zahl bei knapp 300 Gläubigen.

    Zwei Kilometer vom Ort zur Kapelle

    Schlossfestumzug und graue Wolken hatten wohl etliche Menschen vom Besuch der Eucharistiefeier unter freiem Himmel abgehalten. Als sich die Gläubigen in der Ortsmitte trafen, um die zwei Kilometer zur Kapelle zu Fuß zurückzulegen, hatte es sogar noch geregnet. Die Verantwortlichen überlegten nur kurz, ob man die Messe nicht doch lieber in der örtlichen Pfarrkirche St. Ägidius abhalten sollte. „Pack mer’s“, gab Mesnerstochter Emmy Böhm schließlich das Kommando zum Abmarsch. Der Mut der Pilgerschar hat sich ausgezahlt. Der Regen hörte auf und so wurde der Gottesdienst zu einer festlichen und von tiefem Glauben geprägte Stunde. Mit Ortspfarrer Martin Penkalla als Hauptzelebrant und den Geistlichen Leodegar Karg, Pfarrer i. R. Georg Wohlmuth sowie Professor Dr. Josef Renker als Konzelebranten standen heuer gleich vier Seelsorger an dem von Mesner Leonhard Seitz liebevoll mit Blumen aus dem eigenen Garten geschmückten Altar. Die Kapelle im Brunnholz ist für Leonhard Seitz längst zu einer Lebensaufgabe geworden. Beim Gottesdienst zu Ehren des Gründers des Bistums Eichstätt zeigt sich das immer wieder. Da stellt der Attenfelder Mesner sogar seine prachtvollen Lieblingsrosen zur Verfügung.

    Im Rahmen seiner Predigt rief Pfarrer Martin Penkalla zur Nachfolge Jesu im Geiste des Heiligen Willibalds auf. Wer sich zum Schöpfer bekenne, finde Unterstützung in allen Lebenslagen. Gott sei die Antwort auf die Probleme in der heutigen Zeit. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Priester das nie versiegende Wasser im Felsgestein neben der Willibaldskapelle geweiht.

    Augen und Mund mit geweihtem Wasser benetzt

    Auch wenn es nur eine Legende ist, dass die Gesteinsvertiefungen von den Hufen des Pferdes von Sankt Willibald stammen, so zeugt es dennoch von gelebtem Glauben, wenn sich die Besucher im Anschluss an die Eucharistiefeier mit dem geweihten Wasser Augen und Mund benetzen. Geologen gehen allerdings davon aus, dass es sich um einen von der Natur gelochten Kreidequarzit handelt, in dessen Löchern das Wasser nur deshalb nicht verdunstet, weil es im Wald kaum Sonneneinstrahlung gibt und hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

    Zum Abschluss des Gottesdienstes stimmten die Schuttertaler Musikanten den Lobpreis Gottes sowie die Bayernhymne an. Hernach ging’s zur leiblichen Stärkung Richtung Attenfelder Feuerwehrhaus. Es gab nicht nur Steaks, Grillwürste und Gerstensaft zur Stärkung. Die Frauen des Pfarrgemeinderates hatten auch noch für Kaffee und Kuchen gesorgt. Der Erlös aus der Verköstigung soll der Renovierung der bereits in die Jahre gekommenen Kirchenorgel zugutekommen. Rund 40000 Euro wird diese Maßnahme verschlingen.

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