Neuigkeiten über laufende Projekte gab es im Rennertshofener Rathaus von Wolfgang Fürmann, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises „Lebenswerte Heimat“ für die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Burgheim, Ehekirchen, Oberhausen, Rennertshofen und Rohrenfels. Mit dabei waren auch Wellheims Bürgermeister Robert Husterer als Mitglied der im September 2011 gegründeten ARGE Urdonautal sowie Geschäftsführer Harald Müller von der Leader-Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos e.V. Dazu kam noch Klaus Rössler vom Gewerbeverband Burgheim, der für den März 2013 eine Neuauflage der erfolgreichen Handels- und Gewerbeschau in Burgheim ankündigte – ein weiteres Projekt der interkommunalen Aktionsachse.
Fürmann stellte die einzelnen Aktionen vor: Sieben Führungen zu vier historischen und sehenswerten Besonderheiten in Stepperg, Mauern, Oberhausen und Burgheim, die bereits von den Gemeinden angekündigt wurden, wollen die Landkreisführer heuer abhalten. Auch die Energieeinsparung wird durch die fünf Gemeinden unterstützt: Strom fressende Heizungspumpen sollen durch elektronisch geregelte Pumpen mit niedrigem Energieverbrauch ersetzt werden. In Rennertshofen liegt bereits ein entsprechender Fragebogen vor, der bei den heimischen Heizungsbauern abgegeben werden kann. Mehr Zusammenarbeit auch beim Tourismus: Die mehr oder wenig gut ausgebauten Wanderwege sollen auf einer gemeinsamen Wanderkarte erfasst werden, die kostenlos abgegeben wird. Auch der Urdonautalsteig nimmt Formen an, denn Ende Mai wird der Förderantrag für das mit 71000 Euro veranschlagte Projekt gestellt. 60 Prozent sind aus Leader-Mitteln zu erwarten, auf die Gemeinden kommen jeweils etwa 5200 Euro zu, verteilt auf zwei Jahre. Schließlich steht auch eine gut funktionierende Internetseite zur Verfügung, in der ein Terminkalender, touristische Ziele, Gaststätten, und Unterkünfte aufgeführt sind. Der Kreis der beteiligten Gemeinden könne sich sogar noch erweitern. Bis jetzt sind es in der ARGE Urdonautal 25500 Einwohner, nimmt man Neuburg dazu, kommt man auf ein Gebiet mit 53500 Einwohnern: Wenn alles gut ginge, so Wellheims Bürgermeister Robert Husterer, machen auch noch Bergheim und Rain mit. Husterer forderte seine Bürgermeisterkollegen auf, vom Kirchturmdenken Abschied zu nehmen, dann müsse nicht jeder etwas erfinden, was beim anderen schon da ist. Rennertshofens Bürgermeister Gebert sah in den vielfältigen Aktivitäten einen Beweis dafür, dass die interkommunale Zusammenarbeit funktioniere. Für Harald Müller komme durch die Angebote der „Lebenswerten Heimat“ der Leader-Gedanke, nämlich die Vernetzung von Aktionen zur Stärkung des ländlichen Raums, erst richtig zum Tragen. Oberhausens Rathauschef Fridolin Gößl erinnerte an die Keimzelle, die beim Altbayerischen Donaumoos ihren Ursprung hatte, und dankte der regen Geschäftsstelle dafür, dass sie das „Pflänzchen“ gehegt habe. Erst durch die Größe könnten Synergieeffekte genutzt werden.