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Medizin: Die Geburtsstunde für vieles andere?

Medizin

Die Geburtsstunde für vieles andere?

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    Irina Bacher und Geschäftsführer Lorenz Meier von den Kliniken im Naturpark Altmühltal, Klinikum-Geschäftsführer Heribert Fastenmeier sowie Apothekenleiter Peter Linhardt und Alfred Achhammer, Einkaufsleiter des Klinikums Ingolstadt (von links) nach der Vertragsunterzeichnung.
    Irina Bacher und Geschäftsführer Lorenz Meier von den Kliniken im Naturpark Altmühltal, Klinikum-Geschäftsführer Heribert Fastenmeier sowie Apothekenleiter Peter Linhardt und Alfred Achhammer, Einkaufsleiter des Klinikums Ingolstadt (von links) nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: Klinikum Ingolstadt

    Ingolstadt/Eichstätt Es war eine europaweite Ausschreibung, am Ende aber steht eine regionale Lösung: „Das haben wir uns auch so gewünscht“, sagt Lorenz Meier, Geschäftsführer der Kliniken im Naturpark Altmühltal, und damit einer der neuen Kooperationspartner des Klinikums Ingolstadt in einem wichtigen Bereich: der Medikamentenversorgung.

    Das Ingolstädter Schwerpunktkrankenhaus übernimmt ab diesem Jahr nicht nur für die Häuser in Pfaffenhofen, Mainburg und Schrobenhausen, sondern auch für die Kliniken in Eichstätt und Kösching die Apothekendienstleistungen.

    „Ich freue mich sehr über diese Kooperation, aber auch darüber, dass die regionale Zusammenarbeit nun Fahrt aufnimmt“, sagte Heribert Fastenmeier bei der Vertragsunterzeichnung. „Das könnte die Geburtsstunde für vieles sein. Gewinner ist in jedem Fall die Region“, so der Geschäftsführer des Klinikums.

    Auch Lorenz Meier zeigte sich erfreut über den Ausgang der Ausschreibung. „Das bedeutet für uns kürzere Wege und eine Verbesserung der Logistik“, so der Geschäftsführer der Kliniken im Naturpark Altmühltal. „Wir können von der Größe des Klinikums Ingolstadt profitieren, das Klinikum umgekehrt auch ein wenig von uns.“ Schon bisher fährt der Fahrdienst seiner Kliniken drei Mal pro Woche nach Ingolstadt – allerdings bis jetzt am Klinikum vorbei und dann weiter nach München, von wo bisher die Medikamente bezogen wurden.

    Das ändert sich jetzt. Ab dem neuen Jahr werden die Kliniken in Eichstätt und Kösching wie auch die Krankenhäuser in Pfaffenhofen, Mainburg und Schrobenhausen von der Apotheke des Ingolstädter Schwerpunktkrankenhauses versorgt.

    Großes Verbesserungspotenzial vor allem für die Sicherheit der Patienten sieht Linhardt zudem in der Zusammenarbeit mit weiteren Partnern: den niedergelassenen Ärzten. Denn es sei besonders wichtig, dass es auch in Sachen Medikamenten eine geschlossene Versorgungskette gebe, so Linhardt. Sprich: Die Patienten sollen möglichst durchgehend mit einheitlichen Medikamenten behandelt werden. Dafür setzt sich der Chefapotheker des Klinikums auch seit rund zwei Jahren als Mitglied im Qualitätszirkel der Bayerischen Apothekerkammer ein. In diesem wichtigen Bereich der Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung will man in Zukunft auch mit dem regionalen Ärztenetzwerk GO IN noch enger zusammenarbeiten.

    Die Krankenhäuser der Region sind in diesem Bereich nun bereits eng vernetzt und haben für ihre Medikamente bereits größtenteils einheitliche Standards entwickelt. Und auch an anderer Stelle könnte sich eine ähnliche Kooperation anbahnen: Das defizitäre Labor des Klinikums werde gerade umstrukturiert und wirtschaftlicher aufgestellt, so Fastenmeier. Lorenz Meier signalisierte auch in diesem Bereich bereits Gesprächsbereitschaft. „In den nächsten vier Wochen komme ich auf Sie zu“, kündigte Fastenmeier daraufhin prompt an. Vielleicht war der Vertrag über die Kooperation bei den Apothekenleistungen also tatsächlich die Geburtsstunde für vieles – nämlich eine noch eingehendere Zusammenarbeit der Krankenhäuser in der Region. (nr)

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